Soll unser “Mischael” rausgeekelt werden?

28 Januar 2005 von andreas Kommentieren »

Na das hat sich die Konkurrenz ja fein ausgedacht. Man überlegt die Einführung einer Gehalts- und einer Altersgrenze (Formel 1 News auf F1Total.com). Vorausgegangen sind Überlegungen, wie die Kosten der Formel 1 gesenkt werden könnten. Und wohl auch, wie die Vormachtstellung von Ferrari gebrochen werden kann. Die Konkurrenz will auch mal gewinnen. Verständlich, wer nicht. Dabei haben sie das Problem sogar richtig erkannt, unser “Mischael” ist das Problem. Solange der dabei ist, für Ferrari dabei ist, werden sich die anderen Teams die Zähne ausbeißen – führt kein Weg am roten Flitzer des Kerpeners vorbei.

Doch bringen die Grenzen überhaupt was? Der Gehaltsverzicht ist ein Witz. Das vorgeschobene Argument “Kostenreduktion” ist eine Farce. Schließlich ist kein Team gezwungen seine Fahrer fürstlich zu entlohnen und horrende Summen auszugeben. Bestes Beispiel ist Williams. Hier wird zwar auch gut verdient, aber Frank Williams ist nicht bereit jeden Preis zu bezahlen. Er weiß was er bietet. Ein Auto, mit dem man in der Regel um Siege oder, wenn`s dazu nicht reicht, zumindest vorne mitfahren kann. Und wem das nicht reicht oder/und zudem zu hoch pokert, muss halt gehen. Mal davon abgesehen, der Fahrermarkt ist voll, die Cockpits begehrt. Jeder Fahrer ist ersetzbar. Naja, wohl fast jeder. Von Fahrerseite her ist klar, dass versucht wird, was geht. Warum zurückweisen, was geboten wird? Andererseits würde wohl jeder Fahrer für den sportlichen Erfolg auch zurückstecken. Sogar für lau fahren, bei einem richtigen Angebot. Wer würde zum Beispiel einen Platz im Ferrari zurückweisen, mit guten Chance auf den WM-Titel? Die Fahrer betonen ja immer wieder, das es keine Frage des Geldes war… ;)

Das Alterslimit wäre natürlich eine harte Nuss für unseren Michael. Das wäre das definitive Aus. Die Konkurrenz könnte endlich wieder planen und den WM-Titel vielleicht auch mal wieder abstauben. Auf der anderen Seite, was wird so ein WM-Titel wert sein? Schumacher besiegen, das hat Wert. Und bei Schumacher ist gewiss, dass er diese Leistung noch etliche Jahre bringen kann. Die Chancen stünden sogar gut, als Renn-Opa in die Formel 1 Geschichte einzugehen. Mit dann gesammelten 50 WM-Titeln. Schumacher auf den Spuren Paul Newmans. Mit 80 umrundet der immer noch die Pisten dieser Welt (RP Online: Paul Newman wird 80: “In den alten Knochen ist noch Saft”). – Michael: “Ich fahre bis ich 80 bin”. Welch Schock wäre das für die Konkurrenz. Baff!

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