Auch wenn mein PC mittlerweile wieder funktioniert hatte ich mir bereits über Ebay eine Alternativ-CPU besorgt. Einen Athlon XP 2000+ mit Palomino Kern. Doch der wollte nicht auf Anhieb. Schuld war der Faktor 0.5! Gar nicht mehr drangedacht, dass es da überhaupt etwas einzustellen gibt in der Art, meine bisherige Zentraleinheit lief immer mit den Defaultwerten, konnte ich Dank des ProduktID Übersetzers die genauen Werte des Athlon XP 2000+ ermitteln. Er benötigt eine CPU Ratio von 12.5! Der bisherige lief mit 12, was dem Default-Werte meines Mainboard in dieser Einstellung entspricht (Bios Version 1.5).
Na dann ist ja alles easy. Einfach 12.5 im Bios einstellen und ab geht`s. Nicht wenn man ein MSI K7 Master und die neuste Bios Version 1.5 drauf hat. Pfiffige Bios-Flasher haben nämlich beim Update von Version 1.1 auf 1.2 die Einstellungen der CPU Ratio von 5 und 12.5 auf 13 und 14 geändert. Die Folge, will man 12.5 Einstellen, bedarf es zuvor eines Rückspielens des Bios auf Version 1.1. Danach lässt sich die korrekte CPU Ratio einstellen, die CPU wird erkannt, das Motherboard meldet keinen Fehler mehr und der Rechner fährt hoch.
Das tückische an der ganzen Sache ist, dass der Rechner nicht hochfährt beziehungsweise keinen gesonderten Fehlerstatus anzeigt, wenn die CPU Ratio nicht stimmt. D.h., legt man die neue CPU ein und startet den PC, bleibt das Motherbord gleich mit vier roten LEDs stehen, was auf einen CPU-Fehler hindeutet. Welche Gedanken einem hier bei einer bei Ebay nicht gerade günstig erstandenen CPU kommen, dürfte klar sein. Anders verhält es sich, wenn man die Geschwindigkeit des FSB falsch angegeben hat, z.B. 100 statt 133 Mhz. Hier startet der Rechner und auf den Missstand wird hingewiesen.