Meine neueste Errungenschaft ist der Telekonverter »Kenko 2x Teleplus Pro 300 DG«. Folgend ein paar Worte dazu, mit welchen Objektiven er mehr oder weniger gut zusammenspielt:
Kit Objektiv AF-S Nikkor 18-70mm 1:3.5-4.5G ED
Wie in diesem Artikel auf digitalkamera.de bereits angesprochen wird, passen der Kenko Telekonverter und das Kit Objektiv AF-S Nikkor 18-70mm 1:3.5-4.5G ED wunderbar zusammen. Das Kit-Objektiv macht keinerlei Probleme, der Autofokus arbeitet einwandfrei und ohne merkliche Verzögerung. Das Objektiv ist das einzige in meinem Test, welches die neuen Anfangsblenden mit durchschleift. Gemeldet werden statt 3.5-4.5 nach Einsatz des Telekonverters die Werte 7.1-9.0.
AF Nikkor 50mm 1:1.8D
Auch wenn der Telekonverter angeblich “seine Stärken am besten in Verbindung mit Objektiven ab 100mm auspielen kann”, habe ich ihn in Verbindung mit dem 50mm 1:1.8D bereits zu schätzen gelernt und zwar als lichtstarkes quasi Makro-Objektiv. Dabei greife ich auch gerne zusätzlich auf eine Nahlinsen oder gar Nahlinse zuzüglich Nahlinse Marke Eigenbau zurück. In allen Kombinationen kann der Autofokus genutzt werden, wenn er auch in der Kombination Telekonverter plus Nahlinse plus Lupe das eine oder andere Mal so seine Probleme mit dem Scharfstellen hat. Dies liegt aber wohl in erster Linie daran, dass man bei so kleinen abzulichtenden Bereichen, in die man durch diese Kombination vordringt, die Kamera kaum noch ruhig halten kann. Ein Stativ wäre hier also ratsam. Ein solches lässt sich jedoch nicht immer einsetzen. Ein Beispiel wäre diese an der Decke hockende Spinne (etwas größer als 1cm). Kopfüber ruhig zu halten und auf einen Piep der Kamera zu warten, der signalisiert, dass der Autofokus scharf gestellt hat und man nun abdrücken kann, ist eine besondere Herausforderung. Je länger es dauert, desto zittriger wird man. Je zittriger man wird, desto unwahrscheinlicher ist es, dass der Autofokus irgendwann zum Zuge kommt. Da hilft dann nur noch eines: Absetzen, ausruhen und einen Neuversuch starten.
Tamron AF Aspherical XR Di LD (IF) 28-300mm 1:3.5-6.3 Macro
Das Tamron hat leider eine Schwäche, welche das Zusammenspiel mit dem Telekonverter etwas erschwert: Es ist zu lichtschwach, um über die gesamte Brennweite mit dem Autofokus arbeiten zu können. Jener ist bis zu einer Anfangsblende von F5,6, teilweise auch noch F6 zu nutzen, darüber hinaus ist jedoch manuelles Fokussieren angesagt. Dabei sei noch erwähnt, dass das Objektiv bereits ab ca. 110mm eine Anfangsblende von F5,6 aufweist. Mal abgesehen davon, dass das manuelle Scharfstellen an sich, gerade in Anbetracht der Tatsache, dass man es bei voller Brennweite mit einem 600mm-Objektiv zu tun hat, nicht immer einfach ist, wird es zusätzlich dadurch erschwert, im wahrsten Sinne des Wortes, dass der AF-Motor des Objektivs, trotz Umschalten des entsprechenden Schalters an der Kamera, nicht komplett abgekopelt wird. Man dreht ihn also beim Scharfstellen, anders als bei den beiden Nikkoren, immer mit und aufgrund des Widerstandes ist die Feinjustierung, gerade dann, wenn man nochmal neu ansetzen muss, nicht ganz einfach. Oder anders gesagt, es braucht Übung. Denn was auf dem kleinen Display der Kamera scharf aussieht, stellt sich auf dem Computermonitor später oftmals ganz anders dar.