Gestern durfte ich Arzt spielen. Naja, fast. Ein Kundenbesuch in einem Klinikum stand auf dem Programm, genauer in mehreren OP-Bereichen des Klinikums. In die darf man natürlich nicht einfach so reinspazieren mit Straßenschuhen und normaler Kleidung. Versucht man es doch, so wird man von den Schwestern ordentlich zusammengestaucht. Der Kurierfahrer, der genau das während unseres Aufenthalts versuchte, wird es sich wohl für das nächste Mal merken.
Wie gesagt, mit normaler Kleidung darf man da auch als Besucher also nicht rein. Umziehen ist angesagt! Raus aus allen Klamotten. Danach grüne Hose an (Größen nach Nummern 1,2,3…), grünes Oberteil, grüne Gummischuhe, Mundschutz (hängt aber um den Hals…) und natürlich als Krönung das Häubchen. So in den Spiegel geschaut kann einem das schon gefallen. Schaut cheffig aus! Davon abgesehen ist das Grünzeug, mal von den Schuhen abgesehen, die sind etwas gewöhnungsbedürftig, äußerst bequem, locker und luftig. Kann man aushalten. Erschreckend fand ich allerdings, wie einfach es im Prinzip ist, in das Heiligste eines Krankenhauses vorzudringen. Rein in die Umkleide, ohne Kontrolle!, umziehen, schon ist man von anderen die da drinnen rumspringen nicht mehr zu unterscheiden und so man nicht gerade auffallend suchend durch die Gegend läuft, fällt man da nicht auf. Gerade in den größeren OP-Bereichen. Warum also nicht selbst mal an den Tisch treten? “Schwester Ingeborg, Skalpell!”