Exotisches für die D70: Zenitar 16mm f/2.8 MC Fisheye

9 Juli 2007 von andreas Kommentieren »

Aufmerksame Photoaday Beobachter werden es vielleicht schon bemerkt haben, ich habe ein neues Objektiv für die D70 erstanden. Kein gewöhnliches. Eher exotisch. Eines, das nicht aus Deutschland und nicht aus Japan kommt. Mehr so aus dazwischen. Aus Russland. Es nennt sich Zenitar und ist ein Fisheye. Im ganzen also: Ein Zenitar 16mm f/2.8 MC Fisheye für Nikon, bzw. für die Kiev-19, so steht’s auf der Packung. :)

Russland ist fern. Aber was sind schon Entfernungen in Zeiten, in denen Ebay einem die Welt ins Wohnzimmer bringt. Somit habe ich es dort von einem zuverlässigen Händler erstanden. Zwei Wochen später kam es an. Ich wurde von der Post darüber unterrichtet. Schließlich war noch etwas fällig, Zollgebühren!

Glücklicherweise haben wir eine Zollstation in Oberursel, somit war der Weg nicht weit. Bei den Gebühren habe ich mich etwas verrechnet. Ich ging eigentlich eher von ca. 1/5 aus, am Ende wurde es ca. 1/4 des Kaufpreises. Hatte glaube ich die Umsatzsteuer vergessen einzurechnen. Aber gut. Spannend war es allemal. Habe zum ersten Mal was auf der Zollstation abgeholt. Ja nee, auch zum letzten Mal, so extrem möchte ich es nicht sagen. Man wird ja vorgewarnt, dass es länger dauern kann. Allgemein ist es ein Problem des Systems. Alles wird sauber festzuhalten, egal wie hoch der Wert der eingeführten Sache ist. Schwer vorstellbar, dass sich durch die von mir bezahlten Gebühren die 1 1/2 Zollbeamten finanzieren lassen, die sich innerhalb der 20-25 Minuten meiner Sache annahmen. Viel zu bürokratisch das alles. Sollte man mal vereinfachen und vor allem den Mitarbeitern ordentliche, schnelle PCs spendieren.

Im Auto, klar, habe ich es natürlich gleich ausprobiert. Ausgepackt hatte ich es bereits zuvor, in der Station. Passen tat es schon mal. Nur funktionieren noch nicht. Die D70 wollte nicht auslösen. Ich verschob die Sache auf später.

Beim zweiten Versuch klappte es dann. Ist ja logisch. Das Objektiv ist nicht prozessorgestützt, demzufolge funktioniert es nur mit der Einstellung “M”. Ich hatte zuvor nur den AF/M-Umschalter auf “M” gestellt. Ist mein erstes in der Art, somit Neuland. Also, “M” wählen, Zeit an der Kamera einstellen, Blende am Objektiv. Funktioniert einwandfrei. Scharfstellung, manuell, ist auch kein Problem. Ab mehr als 1,2m gilt eh unendlich.

Mit im Paket waren noch drei bzw. vier Filter. Ein rot, gelb, grün und UV-Filter. Bauartbedingt werden die nicht vor das Objektiv gesetzt, sondern dahinter. Dadurch ist das Wechseln zwar umständlicher, schließlich muss man das Objektiv abnehmen, läuft sonst aber problemlos.

Und wie sind die Fotos? Ich bin noch nicht viel rausgekommen, habe noch nicht viel fotografiert. Die Frage zuvor war, wie kommt das Fisheyeige überhaupt bei einem 16mm, also kein extremes Fisheye, und einer Digitalkamera rüber, bei der ja noch der Crop-Faktor mit einberechnet werden muss. Da bleibt noch was von übrig. Das hatte ich mir aber vorher auch schon angesehen. Schließlich gibt es auf PBase doch das ein oder andere Beispielbild…

Zwei auch schon von mir. In nächster Zeit bzw. spätestens nach dem Sommerurlaub auch mehr…

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