Die serielle Schnittstelle ist seit 1998 tot. Zumindest für Sun. So alt sind nämlich die Dateien in der letzten Java Communications API für Windows. Zumindest habe ich keine neueren gefunden und Aussagen in diversen Foren und Newsbeiträgen geben keine große Hoffnung, hier noch fündig zu werden. Doch worum geht es eigentlich?
Ich habe da ein Modem. Kein gewöhnliches, sondern ein spezielles, welches für die Übermittlung von elektronischen Bestellungen optimiert wurde. Untergebracht in einem “formschönen Kunststoffgehäuse”, so die Beschreibung, und angeschlossen über die serielle Schnittstelle, gilt es nun das Modem mit Hilfe eines Stückes Software für den praktischen Einsatz nutzbar zu machen. Praktischer Einsatz heißt, es werden Bestelldaten generiert, eine Verbindung auf- und Nachrichten ausgetauscht, Dateien übertragen, “okay” gegeben und “tschüss” gesagt. Und das alles idealerweise mit Java. Ja, war so meine Intention.
Nach erstem Googeln landete ich also bei der Java Comm Api. Der Versuch mit jener eine Kommunikation mit dem Modem aufzubauen scheiterte bereits daran, dass in meinem Testprogramm die Ausgabeschleife der zur Verfügung stehenden COM-Ports übersprungen wurde. Der Grund: Es wurden keine gefunden. Ohne gefundene Ports, keine Kommunikation über sie. Also unbrauchbar.
Durch verschärftes Googeln bin ich dann auf eine andere Bibliothek gestoßen, RXTX. Ein dank des RXTX-Wikis schnell zusammengestelltes Testprogramm brachte die LEDs des Modems spontan zum Leuchten und das Lämpchen für den Datenempang nach Eingabe von Buchstaben zum Blinken. Sie funktioniert also, die Bibliothek. Jetzt muss nur noch das Programm drummherum geschrieben werden. Nur noch!