Erstaunt hat mich ein Bericht der Sendung W wie Wissen gestern im Ersten, der in Kurzform auch im Archiv nachzulesen ist. Bakterien scheinen doch sehr wählerisch zu sein, bei der Wahl eines geeigneten Plätzchen. So lassen sich auf den immer wieder in Verruf geratenen Türklinken, Handauflegern bei Rolltreppen und öffentlichen Telefonen keine bis nur wenige Keime finden. Alles ungefährlich.
Ganz anders beim Geld. Auch wenn die These das »Geld schmutzig ist« oftmals anders gemeint ist, es bewahrheitet sich! Die Kleinen scheinen Geldscheine regelrecht zu lieben. Das liegt auf der Hand: Man sieht viel von der Welt, kommt viel rum, geht durch viele Hände und hat es oft schön warm, hinten in der Gesäßtasche.
Dem noch nicht genug, werfen wir doch mal einen Blick in den ach so sauberen Haushalt. Auch dort fühlen sie sich geborgen. Während ich dies hier tippe, tue ich ihnen gerade etwas Gutes. Ja, sie hausen da unten, in der Tastatur. Und das nicht schlecht! Nahrung im Überfluss – das reinste Schlaraffenland! Eine Computertastatur ist schmutziger als die Toilette! Also dran denken, beim nächsten Hausputz! Nicht die Toilette ist die Problemzone, sondern die Computertastatur! Für alle, die jetzt panisch der Tastatur ein Desinfektionsbad verpasst haben und deren Computer danach nur noch wirre Zeichen ausspuckt: Die Tastatur erst trocknen lassen. Sobald die Leiterbahnen nicht mehr überbrückt werden, geht`s wieder. Ein Fön kann dabei helfen. Für den Fall, dass an der Tastatur noch eine Mainboard, Prozessor, Festplatte, Display, eben ein ganzes Notebook dran war, die neuen PowerBooks sind so günstig wie nie.