Archiv für Oktober 2003

Sonne tanken

28 Oktober 2003

[Bild: Pferde sonnen sich]Der heutige Tag soll der letzte schöne Oktobertag sein. Letzte Chance also, zum Sonne tanken! Das wissen auch die Pferdchen hier vor dem Haus und sie lassen sich diese Möglichkeit natürlich nicht entgehen. In aller Ruhe dösen sie vor sich hin und lassen sich von der Sonne wärmen. Schönes Pferdeleben.

Schönes Pferdeleben? Naja, es mag vielleicht momentan den Anschein haben, aber sie müssen auch bei Wind und Wetter da draußen auf der Wiese ausharren. Ohne Dach über dem Kopf, ohne Schutz vor Kälte und Feuchtigkeit. Da haben wir es schon schöner. Sitzen im Warmen, trinken ein Tässchen Tee, lassen es uns auch bei richtigem Sauwetter gut gehen. Wenigstens bleibt den Pferdchen, egal bei welchem Wetter, der Unruhestifter Mensch erspart. Zum Reiten wurden sie schon lange nicht mehr abgeholt. So haben sie immerhin ihre Ruhe.

Ich liebe es …

27 Oktober 2003

… überhaupt nicht, wenn man mir als Kunde etwas aufzuschwatzen versucht, wie soeben im McDrive in Kronberg. Auf meine Bestellung eines BigMac-Spar-Menüs versuchte mir der ansonsten freundliche Angestellte erst das Upgrade zum Maxi-Menü schmackhaft zu machen. Als er dann einsah, dass ich partout beim Spar-Menü bleiben wollte, probierte er es auf die süße Tour. Er versuchte mir einen McDonald`s-Muffins anzudrehen. Erfolglos. Die sind zwar durchaus gaumenschmeichlerisch, aber ich wollte in diesem Moment wirklich nur ein Spar-Menü. So wies ich auch die Option auf Majo, Ketchup oder Senf entschieden zurück. Schließlich durfte ich endlich mein Spar-Menü (immer noch teuer, aber wer behauptet auch, dass spar=billig bedeutet) bezahlen, zum nächsten Schalter fahren und dort mein Essen in Empfang nehmen.

Virtuelle Knobelei

26 Oktober 2003

Ich habe hier ja noch die `reale` Version vorliegen. Zumindest theoretisch, weil, zur Zeit finde ich die natürlich nicht. Auch egal, weil sie ja nicht mehr nötig ist. Längst gibt es eine virtuelle Ausgabe: Rubick`s Cube. Die ist wirklich gut gemacht.

Allerdings musste ich feststellen, dass bei mir als Kenner der Urversion kein vergleichbarer Knobelspass aufkam.

Gemütlicher Fernsehabend

24 Oktober 2003

[Bild: Teile aus der Pringles-Kollektion]Heute war ein anstrengender Tag. Umso mehr freue ich mich auf einen schönen Fernsehabend mit Stücken aus der Pringles-Kollektion:

Endstation Hölle, 23.10, ARD, ein Klassiker aus dem Genre der Flugzeugkatastrophenfilme. Am Steuerknüppel, wie sollte es anders sein, Charlton Heston. George Kennedy ist diesmal nicht mit von der Partie. ;-)

Praktische Ausstiegshilfe

24 Oktober 2003

Heute bin ich seit langem mal wieder mit der U-Bahn nach Frankfurt rein gefahren. Da hat sich ja eine Menge geändert. Nicht nur, wenn man aus dem Fenster kuckt, an einigen Stellen wird gebaut oder umgebaut, sondern auch an den Ansagen in der U-Bahn. Die wurden überarbeitet und bieten nun zusätzlich die Information, auf welcher Seite man an der nächsten Station aussteigen kann. Beispiel: «Nächste Station, Wiesenau. Ausstieg rechts».

Eine wirklich praktische Ausstiegshilfe, gerade für Sehbehinderte, ältere Menschen und Ortsfremde. Sie können sich nun gleich an der richtigen Türe positionieren. Wobei, das habe ich heute auch wieder gemerkt, gerade ältere Menschen sind oft gar nicht abgeneigt eine Extra-Runde zu drehen. Und wenn sie noch so schlecht laufen können, sie nehmen nicht den nächst besten Platz nach dem Einstieg, sondern durchqueren erstmal den halben Zug, eh sie sich mit letzter Kraft, entgegen den Fliehkräften der bereits wieder anfahrenden U-Bahn, tief schnaufend auf einen Platz retten können. Sturzgefahr hoch drei! Ebenso beim Aussteigen. Erstaunlich, dass trotzdem so wenig passiert. Selbst uns Jüngere hebt`s ja bei den Anfahr- und Bremskräften der U-Bahn teilweise aus, steht man ungünstig. Aber zumindest beim Aussteigen, das mus ich zugeben, kommen sie wohl nicht um ein frühzeitiges Aufstehen, wenn ein solches auch noch so riskant ist, herum. Es dauert einfach ein bisschen länger, bis sie sich zur Türe vorgearbeitet haben. Und wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Die Älteren in diesem Fall doppelt. Denn ob sie jetzt eine Station zurücklaufen oder auch nur zur gegenüberliegenden Seite, es zieht sich. :-/

Panther ist auf dem Weg

23 Oktober 2003

Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,

mit diesem Schreiben erhalten Sie die
Versandbestätigung zu Ihrer Apple Store Bestellung.
....
MAC OS X PANTHER 10.3 RETAIL-DEU            1 EA
....
Versanddatum:   23-10-2003

Ob ich mich schon morgen drüber freuen kann?

Angespielt: Der Planer 3

23 Oktober 2003

Schöne heile Spielwelt. Wenn das Geld verdienen im echten Leben doch auch so einfach wäre. Mein Speditionsunternehmen HaiTrans (Firmensitz: Frankfurt a.M.) mischt nun erst 2 1/2 Monate im Geschäft mit und aus meinem Startkapital von 500.000€ sind mittlerweile 1.25 Millionen geworden. Wer an dieser Stelle glaubt, dahinter steckt ein Fuhrunternehmen mit einem Dutzend LKWs, der irrt. Gerade einmal drei Stück stehen auf dem Hof. Und da bleiben sie auch meißtens. Mittlerweile kann ich schon fast behaupten, die LKWs habe ich nur so zum Spass. Ausserdem muss man ja den Schein wahren, dass es sich hier um eine Spedition handelt. Genauer betrachtet bin ich Börsenspekulant und Auftragsvermittler. Mal ehrlich. Wenn ich ein Subunternehmen beauftrage, dass zu einem günstigeren Preis fährt, als ich es selber könnte, bzw. nur geringfügig teurer ist in manchen Fällen, warum sollte ich mir dann eine eigene LKW Flotte antun mitsamt teurem Personal das nur am meckern ist? Die 35 Prozent Gewinnaufschlag streiche ich in beiden Fällen ein. Eigene Fahrten machen dabei so gut wie keinen Sinn. Outsourcing hat also auch schon in die Spielwelt Einzug erhalten.

Für den irgendwann angestrebten Börsengang meiner Firma macht es keinen Unterschied, ob die Spedition wirklich eine LKW-Flotte unterhält oder nicht. Dafür sind nur die Zahlen wichtig! 1.5 Millionen Euro Umsatz sind notwendig. Das die Firma dabei Gewinn abwerfen muss, ist selbstverständlich. Aber, das ist ja nicht schwierig. Denn selbst wenn es beim Weitervermitteln einmal stocken sollte, an der Börse lässt sich immer gut Geld verdienen. Schlaflose Nächte bleiben einem dabei erspart, wenn man erstmal durchschaut hat, wie das System läuft. Auf einen fahrenden Zug aufspringen ist dabei nämlich gar nicht nötig. Viel zu riskant. Dann lieber warten. Worauf? Bis eine Aktie den Kurswert von 1 Euro erreicht hat. Das ist das absolute Minimum. Nun deckt man sich mit 5000 Stück ein, 5000 Stück sind komischerweise die Höchstzahl die man erwerben kann, und wartet. Läuft`s gut stehen die Aktien in den nächsten Tagen oder Wochen vielleicht bei 20 oder 50 Euro, läuft`s moderat vielleicht auch nur bei 5 oder 8. Seinen Schnitt hat man so oder so gemacht. Dann heißt es raus mit dem Zeug und erneut eindecken, wenn die 1 Euro Marke das nächste Mal in Sicht kommt. Erfahrungsgemäß muss man nicht lange darauf warten.

So peppelt man das Unternehmen also nach und nach hoch, trotz zehn geldkostenden Mitarbeitern. Die hat mein Unternehmen ebensowenig nötig wie die drei LKWs, aber was tut man denn nicht alles? Zwar dankt einem diese gute Tat weder das Arbeitsamt, noch die Mitarbeiter, im Gegenteil, sie teilen mir gerade mit, dass sie mit der Arbeitssituation unzufrieden sind, aber so ist das Leben. Ich muss aber zugeben, so ganz ohne Hintergedanken, habe ich sie doch nicht angestellt. Leider bleibt mir nämlich vor lauter Arbeiten nicht viel Zeit Bekanntschaften zu machen, also hole ich sie mir einfach in die Firma! Was also liegt näher, als sich unter den weiblichen Angestellten eine Frau für`s Leben auszugucken? Leider geben die sich zickig, die wissen wohl nicht zu schätzen, wer ihnen jeden Monat das Gehalt bezahlt hat und wie schön sie es zukünftig haben könnten. Jegliche Einladungen werden zurückgewiesen. Teilweise wird ein bereits daheim wartender Mann als Grund vorgebracht, teilweise einfach mangelnde Lust nach einem harten Arbeitstag. Na dann halt nicht! Ist sowieso viel besser, wenn man sich nach der Arbeit ungestört und in aller Ruhe den Bildern und Tönen des Designer-TV-MultiCenter für 2757,46 € hingeben kann.

Fazit nach 2 1/2 Monaten in der Spielwelt von Der Planer 3: Während der Realismus im geschäftlichen Teil doch sehr zu wünschen übrig lässt, scheint das Privatleben schon näher an der Realität zu sein. Ähnlich wie im echten Leben gestaltet sich die Suche nach der Frau für`s Leben äußerst schwierig. ;-)

Nachschlag: Ich vergaß noch zu erwähnen, wie gewissenhaft die Werbekauffrau ihrer Arbeit nachgeht. Des öfteren habe ich schon einen Termin mit ihr verschwitzt. Sie ist aber geduldig und wartet so lange in meiner Firma, bis ich Zeit habe mit ihr zu reden. Egal ob das noch am gleichen Tag ist oder erst am darauffolgenden. Das nenne ich Service! Naja, oder ich bin ihr einziger Kunde…

Wo ist Friedman?

22 Oktober 2003

Münchner Runde, BR, 1:05, „Der Kanzler als Reformer”:

Eine konkrete Frage an Dr. Markus Söder, CSU-Generalsekretär: „Was hätten sie getan, um das 10 Milliardenloch zu stopfen?”.

Leider gibt Dr. Markus Söder keine konkrete Antwort. Er gibt eigentlich gar keine Antwort auf die Frage. Er gibt parteipolitisches Blabla von sich. Spricht von Desaster und vom ersten Mal, dass die Renten nicht steigen, sondern sinken. Und was macht die Moderatorin? Die gibt sich damit zufrieden. Kein Nachfragen, kein Stutzen. Sie wendet sich an den Nächsten in der Runde und fährt mit ihren Fragen fort. Wo bitte ist Friedman?

Weihnachten bei Amazon ein Quartal zu früh?

22 Oktober 2003

Huch, gibt`s denn sowas? Haben die Weihnachtseinkäufe bei Amazon in diesem Jahr bereits ein Quartal früher begonnen? Kann es sein, dass die Kunden irgendwie durch die im September angebotenen Weihnachtssachen im Supermarkt mehr als sonst abgelenkt wurden? Nach dem Lauf der Serie in der Umsatztabelle könnte man zu dem Schluß kommen, machte Amazon doch bisher jeweils nur im vierten Quartal der vergangenen Jahre einen Gewinn. Diesmal schon im dritten. Sollte das gar ein Zeichen für den Durchbruch sein? Wird Amazon von nun an dauerhaft die Gewinnschwelle durchbrechen? Das wäre toll, schließlich hätte ich auch einiges dazu beigetragen! ;)

Die Börsianer sind wohl noch nicht davon überzeugt. Statt Kursausfeuerwerk gab es heute einen leichten Rückgang um 2.12% für AMZN. Dabei sah es ja tagsüber gar nicht mal übel aus, Amazon stieg sogar bis auf 61$. Die 60 Dollar Marke konnte Amazon dann aber doch nicht halten und verlor am Ende bis auf 59.35$.

Anziehende 99.99 Euro

22 Oktober 2003

Der Preis von 99.99 Euro, den man momentan für den Erwerb eines GameCubes aufwenden muß, ist wirklich ziemlich verlockend. (via heise) Mir kribbelt`s in den Fingern. Allerdings habe ich keine Ahnung, wofür ich einen solchen brauchen könnte?! Ich hab` `nen PC, eine PS2, was außer dem Preis, der, ich wiederhole mich, recht verlockend ist, spräche da für einen GameCube? Geschickte Werbemaßnahme, wenn man zwar von dem Produkt angezogen wird, man aber nicht weiß, was man damit anfangen soll. Erinnert irgendwie an Obelix – GmbH & Co KG, nur das dort Hinkelsteine verhökert werden, ohne überhaupt eine Idee davon zu haben, wozu man die gebrauchen könnte. Mal schauen, ob die GameCube-Spieleseite bei Amazon noch überzeugende Argumente für einen Zuschlag liefert. Ich meine mich zu erinnern, dass die Resident Evil Reihe exklusiv auf dem GameCube heraus kommt… . Hm. :-/