Archiv für Januar 2004

Den Pinguin zieht`s in die Kälte …

29 Januar 2004

… und da er ja nicht fliegen kann, bringt Alaska Airlines ihn hin: Alaska Airlines bucht Flüge mit Linux (via computerwoche.de)

Je mehr Angriffe, desto sicherer ein System…

29 Januar 2004

… oder wie soll man Bill Gates Seitenhieb auf weniger populärer Desktop-Betriebssysteme wie Mac OS X und Linux verstehen?

“Es ist sehr gefährlich, ein System als sicher zu bezeichnen, nur weil es niemand angreift”. (Computerwoche)

Ein Rettungsversuch, die zuvor selbst eingestandenen Missstände zu relativieren? Missglückt: Der Sicherheit wegen: Macs beim FBI. (macnews.de)

75 Jahre Tempo-Taschentücher

29 Januar 2004

[Bild: Taschentücher]Tempo-Taschentücher feiern heute ihren 75. Geburtstag. Am 29. Januar 1929 meldete die Vereinigten Papierwerke Nürnberg beim Reichspatentamt in Berlin die erste deutsche Papiertaschentuch-Marke an. (aufgeschnappt am Dienstag auf hr1)

Seitdem haben Tempo-Taschentücher viele triefende, vom Schnupfen und vielen Schneuzen geplagte, rote Nasen versorgt. Gestresste Zinken wissen die flauschig, weichen Taschentücher zu schätzen, Gestresste und ihre Mitmenschen können dank der Reißfestigkeit auf schleimfreie Hände und somit eine weniger kontaminierte Umgebung vertrauen.

Tempo braucht sich vor anderen bekannten Markennamen aus deutschen Landen, wie Nivea und Aspirin, nicht zu verstecken. Im Gegenteil. Tempo steht nicht nur für die Marke Tempo und das eigene Produkt, nein, Tempo ist im allgemeinen Sprachgebrauch zu einem Synonym für Papiertaschentücher geworden. Die Frage »Hast Du mal`n Tempo?« ist ebenso geläufig, wenn die Nase zu tropfen droht, wie die nach Aspirin, wenn der Kopf schmerzt.

Herzlichen Glückwunsch, Tempo, zum 75.!

75 Jahre Tempo – die Geschichte eines Klassikers

Weitere Artikel im Netz:

Vor 75 Jahren wurde das Tempo Taschentuch erfunden (journalismus.com)

Patent für`s Schnauben (n-tv.de)

75 Jahre Tempo – Die Erfolgsgeschichte eines Klassikers (husum-online.de)

Gesundheit, Frau Müller ! (Frankfurter Rundschau)


PowerBook – Zum Dahinschmelzen!

27 Januar 2004

[Bild: Schokolade schmilzt auf PowerBook]Nicht nur Anwender schmelzen beim Anblick von Apples PowerBook-Familie dahin, sondern auch Schokolade, die den Weg zum Mund des Anwenders nicht ganz gefunden hat. Kaum geht sie auf Tuchfühlung mit der wohlgewärmten Handauflagefläche, ist es auch schon zu spät, sie schmilzt dahin.

Benutzungsrichtlinie ab heute: Der Verzehr dieser oder ähnlicher Schleckereien im Umkreis von einem Meter um das PowerBook ist ab sofort untersagt, sofern sie keinen entsprechenden Wärmeschutz aufweisen können.

Langläufer PowerBook: 34 Tage Uptime

27 Januar 2004

[Bild: Console Uptime]

Erst, war es Bequemlichkeit, dann Gewohnheit und schließlich Forscherdrang. Wird das System irgendwann mal in die Knie gehen? Oder zumindest irgendwelche Auffälligkeiten zeigen? Nichts dergleichen! Nach 34 Tagen Uptime und grob geschätzten 100 Ruhepausen arbeitete mein PowerBook immer noch einwandfrei wie am ersten Tag und es hätte sicherlich noch viel länger durchgehalten, wenn das heute über die Software-Aktualisierung zur Verfügung stehende Security Update nicht einen Neustart gefordert hätte.

Gut, nicht, dass ich etwas anderes von Mac OS X erwartet hätte, aber irgendwie bin ich immer noch von Windows-Notebooks her geimpft. Dort gehen in der Regel zwar ein, zwei, drei Standby-Phasen gut, danach tut aber dann doch ein Neustart gut. Mac nutzen heißt halt auch immer umdenken und sich von den aus der Windows-Welt einfach so hingenommenen Unzulänglichkeiten verabschieden. Gut so. Denn was gibt`s schöneres, wenn ein System einfach läuft, und läuft, und läuft…

Verdammte Popups

26 Januar 2004

Jaja, ich weiß. Safari hat einen Popup-Blocker. Der war eben aber nicht an. Unbemerkt machte sich daraufhin ein Popup im Hintergrund breit, ach nee, was heißt hier breit, schmal, vielleicht 50 mal 50 Pixel. Während ich so weblogge sehe ich, dass die Temperatur stetig steigt. Über 50. Schließlich meldet sich der Lüfter zu Wort. Noch spanne ich nicht was hier los ist. Als nach 20 Minuten die Temperatur immer noch nicht runtergegangen ist, werde ich stutzig, schließe alle Programme, doch es ändert sich nichts. Die Temperatur schwankt zwischen 51 und 54°C. Schließlich minimiere ich mein Safari-Fenster und was sehe ich dahinter? Ja, das kleine Popup-Fensterchen mit animiertem und sonstigem Zeug drauf. Geschlossen und kurze Zeit später war er wieder um 9° kühler, der Kleine. Apfel-K ist mittlerweile wieder an. Man macht sich sonst zuviele Sorgen, um sein Lieblingsspielzeug.

Arbeitstier: 50 Jahre alter Citroen

26 Januar 2004

[Bild: Citroen 3] [Bild: Citroen 3]

Das, ist ein Citroen. Er hat 50 Jahre auf dem Buckel. Als ich ihn heute Morgen in Eschborn-Süd erspähte, war er noch führerlos, aber der stolze Besitzer kam während ich meine Fotos schoß freudig-pfeiffend dahergeschlendert und so kamen wir ins Gespräch. Der Wagen ist seit 20 Jahren in seinem Besitz und es ist sein Alltagsauto! Auf meine staunenden Blicke meinte er, was denn sein solle, es wäre ja eh alles mechanisch, selbst die Scheibenwischer. Ein Bekannter habe sich eine neue E-Klasse gekauft und damit bereits mehr Probleme gehabt als er in 20 Jahren, so der stolze Besitzer des französischen Automobils weiter. Schließlich wünschte er mir einen schönen Arbeitstag, ich ihm eine gute Fahrt und kurz darauf tuckerte der Citroen auch schon vorbei, als ob 50 Jahre für ein Auto gar nichts wäre. Mein Eindruck vom Fahrer und Auto: Da haben sich zwei gefunden, da hat sich jemand einen Traum erfüllt – er währt schon 20 Jahre.

[Bild: Citroen 3]

Schmidt-Show-Wiederholungen

26 Januar 2004

Wie bereits letzte Woche Dienstag vermeldet, die Schmidt-Show ist zur Zeit mit ihren legendärsten Folgen zurück auf Sat.1. Eine Frage blieb dabei aber noch offen, eben die, welche Sendungen Sat.1 als legendär einstuft. Auf die Frage an den Sat.1-Zuschauerservice, ob bereits feststeht, über welche Sendungen die Zuschauer sich nocheinmal freuen dürfen und ob es vielleicht eine Aufstellung dieser Sendungen mit Inhalt/Gästen gibt, bekam ich leider eine nicht so schöne Antwort. Sat.1 baut auf den Überraschungseffekt:

Hallo Herr Haible,

vielen Dank für Ihre Mail und das Interesse an unserem Sender.

Gerne würden wir Ihnen weiterhelfen, allerdings ist es von der Redaktion nicht gewünscht, im voraus die geplanten Sendungen bekannt zu geben, da es auch einen gewissen Überraschungseffekt für die Zuschauer haben soll. Sie dürfen also gespannt sein, ob auch die von Ihnen gewünschte Sendung dabei sein wird.

Weiterhin wünschen wir Ihnen viel Spaß und gute Unterhaltung mit unserem Programm.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Sat.1 Zuschauerservice

Wie es scheint bleibt also nichts anderes übrig, als sich jeweils über die TV-Programm-Seite seines Vertrauens zu informieren. (heute: Die Harald-Schmidt-Show, 23.15, Sat.1)

Radiotipp: Die Mac-Story (hr1, 23:00)

26 Januar 2004

20 Jahre Macintosh ist heute Thema in der Sendung »Der Tag« auf hr1. Ich habe schon von 18.05 bis 19.00 auf der Heimfahrt reingehört. Erzählt wird die Geschichte der Mac Rechner, ein früher Macianer berichtet vom ersten Mac und von seinen ersten Versuchen an diesem, damals noch mit Lötkolben. Weiter geht`s durch die schwierigen Zeiten der Firma, die Konkurrenzsituation wird begutachtet und schließlich das famose Comback, bis zum heutigen Erfolg in Form von iPod und AppleMusik-Store. Wenn auch nicht auf Tech-Niveau, dennoch hörenswert. Verpasst? Kein Problem, »Der Tag« geht um 23:00 auf hr1 nochmal über den Äther.

Wasser, Kohlensäure und Plastikflaschen

22 Januar 2004

[Bild: Selters-Flasche]Vor etwa einem Monat gab ich der Plastikflasche ein Chance und tauschte meine bis dahin zur Arbeit mitgenommene gläserne Wasserflasche durch sie aus. Damals sah ich gegenüber der Glasflasche die Vorteile der Plastikflasche vor allem in einer höheren Unfallsicherheit, geringerem Gewicht und höherem Fassungsvermögen. Gegenüber herkömmlichen Wasserflaschen haben die Plastikflaschen in der Regel 1/3 mehr Inhalt. Also an sich alles super? Mitnichten. In meinen Augen dürfte das Wasser gar nicht als Wasser mit Kohlensäure verkauft werden, sondern als “Wasser mit Kohlensäure, welche sich beim ersten Öffnen aus dem Staub macht und das Wasser alleine zurück lässt”. Nimmt man in regelmäßigen Abständen über zirka vier Stunden jeweils in kleinen Schlücken Flüssigkeit zu sich, so ist die Flasche vom Füllstand her halb und vom Kohlesäuregehalt komplett leer. In diesem Stadium kann nicht mehr von Wasser mit Kohlesäure geredet werden. Stilles Wasser trifft es eher. Das bekomme ich auch billig aus dem Wasserhahn, dafür brauche ich nicht gutes Geld zu bezahlen. Eine Glasflasche weist nach Unterziehen der gleichen Prozedur einen noch deutlich höheren Kohlesäuregehalt auf. Während ich mir deswegen Gedanken mache, nach zur Neige gehen des Wasservorrats in Plastikflaschen wieder auf gläserne Wasserflaschen umzuschwenken, wollte ich natürlich auch wissen, woran das liegt, dass die Kohlesäure in Plastikflaschen schneller verschwindet, als in Glasflaschen. Nachgefragt bei Selters, bekam ich folgende Antwort auf dem Postweg:

Guten Tag, sehr geehrter Herr Haible,

vielen Dank für Ihre E-Mail vom 15. Januar 2004.

Mit SELTERS in PET haben wir, dem Trend und der gestiegenen Nachfrage der Verbraucher folgend, ein bruchsicheres, leichtes, verbraucherfreundliches Gebinde auf den Markt gebracht.

Der Kohlensäuregehalt liegt bei Abfüllung ebenso wie bei SELTERS-Mineralwasser in Glasflaschen bei 7-8 g/l.

Als Anbieter von Premium-Mineralwasser setzen wir bei den neuen PET-Flaschen hochwertige Ausstattungsmaterialien (PET-Material, Verschluss) ein. Dennoch ist bei PET-Flaschen (hier sind Mineralwasser und Süßgetränke aller Marken betroffen) tatsächlich ein Entwichen von CO2 aufgrund der im Vergleich zu Glas geringeren Dichte des Materials grundsätzlich eher gegeben. Ist die Flasche einmal geöffnet und teilweise geleert, entbindet sich die Kohlensäure in PET-Flaschen stärker und entweicht beim erneuten Öffnen dementsprechend schneller als bei Glasflaschen.

Ungünstige Lagerung – z.B. im Markt oder beim Transport – oder extreme Temperaturschwankungen können außerdem die CO2-Verminderung verstärken.

Um dem entgegenzuwirken zu könnnen, wird industrieseitig nach Verbesserungen von Material und Verschlüssen geforscht. Die weitere Entwicklung auf diesem Gebiet werden wir gezielt verfolgen und neue Einsatzvarianten prüfen.

Im Frühjahr diesen Jahres werden wir Selters in 12 x 0,5l PET MW auf den Markt bringen. Das könnte für sie eine Alternative zur 1,0l-Flasche sein.

Wir werden weiterhin alles technisch mögliche tun, um eine einwandfreie Ware sicherzustellen und würden uns freuen, wenn Sie auch in Zukunft, auf gute Qualität vertrauen, SELTERS den Vorzug geben.

Mit freundlichen Grüßen

Selters Mineralquelle (persönlich unterschrieben!)

Danke an dieser Stelle an Selters für die ausführliche Schilderung und die, wenn man den Postweg und das dazwischenliegende Wochenende bedenkt, schnelle Antwort. Tja, und nun sind wir alle wieder ein bisschen schlauer!