schreibt Web.de in eine Beitrag der Rubrik Computer. Selten so gelacht. Nicht wegen der Nachricht an sich, die mag stimmen, aber die Bildwahl stimmt doch sehr seltsam. Ein etwas dralles Mädchen sitzt vor einem Apple iBook. Und was soll die da machen? Spielen? Vor einem Apple? Stundenlang? Bei aller liebe zu Apple, aber von der Zockermaschine sind die kleinen feinen Rechner, und auch die großen Stationnären noch ein klein wenig entfernt. Das liegt allein schon am Angebot der Spiele. Interessanterweise wird das Wort “Spielen” nach der Überschrift im weiteren Text nicht mehr verwendet. Macht sich ja auch besser, passt den Eltern ja in den Kram, nicht auszudenken stünde da, die Kinder würden zu lange am Computer arbeiten! Das würde ja ein verheerendes Bild auf die laut diesem Artikel bei ZDNet gerne vor dem Computer sitzen und spielenden jungen Väter zwischen 18 und 35 Jahren werfen. Kindern das Arbeiten am Computer madig machen und selbst fröhlich rumdaddeln.
Archiv für Juli 2004
911
29 Juli 2004Uiuiuiui, passend zum Kinostart von Fahrenheit 9/11 in Deutschland:
![[Bild: 911 Einträge]](http://www.haitech-blog.de/images/uploads/screenshot_01.jpg)
Und mit diesem Beitrag ist`s auch schon vorbei. Da gibt`s noch mehr:
Harte Zeiten stehen vor der Tür
29 Juli 2004Es war einmal, eine Mikrowelle. Die letzten Minuten ihres über 14 Jahre langen Lebens – dramatisch. Zwei lautstarke Bumm-Bumms leiteten das Ende ein, eh ein finaler Schlag nicht nur ihre Digitalanzeige verglimmen ließ, sondern zugleich die gesamte Küche mit ins Dunkle riss. Nach ersten Rettungsversuchen am Sicherungskasten wurde klar, da ist nichts mehr zu machen, mit mächtigen Funken wehrte sich die Sicherung gegen die Wiederherstellung der Stromversorgung. Zwecklos.
Dies und das
28 Juli 2004
- Perfekt, das Doppel-W: »Webber im Williams« (Welt)
- Von wegen, “Papa, lass es, du bist zu alt für diese Welt”, wie es in der Werbung so oder so ähnlich heißt: »Kinder sind beim Net-Surfen nicht kompetenter als Erwachsene« (TLZ)
- Nachfolger gesucht, mach`s bitte nochmal James, äh, Pierce: »Wer wird der neue James Bond?« (Welt)
- Da läuft die Pumpe auf Hochtouren: »So reagiert das Herz auf extreme Achterbahnfahrten – Stress ist hausgemacht« (TVinfo.de)
- Und der Haifisch, der hat Zähne. Ja und? »Gefährlicher als der Weiße Hai« (Tagesspiegel)
- Einmal um die ganze Welt, Ulle, da staunste, was?: Mit dem Fahrrad um die Welt – Nach vier Jahren wieder zu Haus (n-tv)
Es war einmal: MS-DOS 5.0
28 Juli 2004
Schaut mal was ich gestern auf der Suche nach 5 ¼” Disketten noch gefunden habe. Ein komplettes MS-DOS 5.0 auf fünf 5 ¼” Disketten. Das Handbuch dazu musste ich erst noch suchen, fand es dann aber eben zwischen den Computersachen. Das ranke, schlanke Betriebssystem trieb einst bei mir einen Highscreen 486-33Mhz an. Das war Anfang der 90er, das Lied “Die Da” lief damals im Radio rauf und runter. Ich erinnere mich deswegen daran, weil meine Schwester und ich den Rechner mit dem Auto in Frankfurt abholten und der Song im Radio gespielt wurde. Der Rechner verrichtete bei mir und später bei ihr wacker seine Dienste. Im Laufe der Zeit wurde er, wie das nunmal so ist, ein wenig aufgerüstet, unter anderem mit einem CD-ROM Laufwerk und vielen weiteren Peripheriegeräten wie Handscanner, Modem (Escom 14.4er) und Co. Seinen letzten Einsatz hatte der Rechner `98 als Zeitvertreib in der Bundeswehrstube, mit den guten alten DOS-Spielchen.
Lebensdauer von Disketten
27 Juli 2004
Sie sterben zwar langsam aus, moderne Rechner haben schon gar keine passenden Laufwerke mehr, doch wer hat nicht noch die eine oder andere Diskette mit für einen selber mal mehr mal weniger wichtigen Daten darauf irgendwo rumliegen? Das irgendwo rumliegen könnte der Diskette, genauer, den eben angesprochenen `wichtigen` Daten darauf, mittlerweile zum Verhängnis geworden sein, wie die PC-Welt in ihrem aktuellen Tipp »Lebensdauer von Disketten« schreibt. Kurz: Mit Glück halten die Disketten 10 Jahre, wer auf Nummer sicher gehen will, sollte die Daten zuvor auf andere Datenträger wie CD-R sichern. Wie lange die halten, steht da. Ach, übrigens, hat da draußen irgendwer noch ein 5 1/4″ Laufwerk?
Mehr zur Diskette hier im Blog:
Rund um die Tagesschau
27 Juli 2004Die Tagesschau um 20.00 Uhr, seit mehr als 50 Jahren die Nachrichtensendung, an der sich alle messen müssen. Anfangs ohne Konkurrenz hat sich in den letzten Jahren dabei viel getan. Nicht nur die Konkurrenz der privaten Sender buhlt um die Vorherrschaft in Sachen News, auch abseits des Fernsehens gilt es ein umfangreiches, begleitendes Informationsspektrum anzubieten. Bei der Tagesschau ist dies gelungen. Aktuelle Informationen, Sportnews und Ratgeber unter einem Hut. Doch, es gibt auf den Seiten noch mehr zu entdecken. Unter der Rubrik Downloads warten einige Schmankerl aus den eben angesprochenen mehr als 50 Jahren Abendnachrichten. So lassen sich unter Audio alle bisherigen Titelmelodien durchhören, den berühmten Gong gibt`s separat dazu. Die dazu passenden Tagesschau Titelbilder stehen unter Bildschirm zur Verfügung. Unter Video wartet der Kinosport »50 Jahre Tagesschau« darauf gesehen zu werden und mit dem RDF/RSS-Newsfeed lässt sich eine nicht-kommerzielle Internetseite mit frischen News versorgen.
Vorlesen gut, Physik und Gesellschaftskunde Nachholbedarf
27 Juli 2004Das Schuljahr ist rum, es ist Ferienzeit. Doch, nicht alle Familien können in Urlaub fahren, beziehungsweise sie fahren erst zu einem späteren Zeitpunkt. Und was machen die Kinder so lange? Am Ferienprogramm teilnehmen zum Beispiel, wie ein gutes Dutzend Kinder in der S-Bahn kürzlich.
Die Horde laufender Meter am Bahnsteig von Oberursel-Stierstadt stehen sehend hatte ich mich eigentlich schon damit abgefunden, die nächsten drei Stationen Lärm, Geschrei und extreme Unruhe ertragen zu müssen. Doch, mitnichten. Mit Beginn der Ferien scheinen die Kleinen all dies abgelegt zu haben. Sie suchten sich brav einen freien Sitzplatz, ohne Gekreische, Gejammer oder sonstige Klagen. Eine pflegeleichte Gruppe also.
Ein Segen, nicht nur für alle S-Bahn-Reisenden im Zug, sondern sicher auch für die Betreuerinnen. Eine von ihnen saß im Bereich der Notsitze, ich ihr gegenüber, mit uns einmal zwei, einmal drei Kinder. Daneben, in je zwei Vierer-Sitzgruppen, weitere. Die Betreuerin versuchte sie in ein Gespräch zu verwickeln, indem sie in den Raum stellte, wie so eine S-Bahn denn angetrieben würde. Zwei Kontrolleurinnen der DB, die sich zuvor in einer der nun von den Kindern in Beschlag genommenen Sitzgruppe etwas entspannt hatten, nun vor dem Zugang zur ersten Klasse stehend, lauschten den Antworten. “Mit Benzin”, meinte ein Knirps aus einer Vierersitzgruppe. “Nein, mit Diesel”, wollte ein Junge zu meiner Linken wissen. An dieser Stelle horchten die DB-Angestellten auf. Kurzerhand, als sie merkten, dass hier offenbar noch Nachholbedarf bestand, griffen sie in ihre Hosenseitentaschen, zogen einen Packen kleiner Info-Büchlein, extra für Kinder, heraus und verteilten sie an die fünf Kinder in der Nähe. Die restlichen Bücher bekam die Betreuerin zur weiteren Verteilung in die Hand, als nach einer Nachfrage klar wurde, dass sie nicht für alle reichen würden. Dies wusste die Betreuerin sogleich zur Beschäftigung zu nutzen, indem sie einen der Jungs auf meiner Seite dazu animierte etwas vorzulesen, damit alle etwas davon haben. Der blätterte erst ein bisschen, fand dann eine Stelle und began. Was er las, blieb mir nicht im Gedächtnis, ich las selber, doch flüssig tat er es.
Kurz darauf zogen sich die zwei DB-Mitarbeiterinnen zur Entspannung ins 1. Klasse-Abteil zurück, sicherlich nicht, weil das Lesen so schlimm war, und brachten damit eine Klassendiskussion in Gange. “Ist das die A-Klasse”, fragte ein Knirps. “Nein, das ist die 1. Klasse”, antwortete die Betreuerin. Daraufhin kam aus einer der Vierersitzgruppen: “Ich bin doch erste Klasse”. Ein Anderer fragte, ob es auch eine dritte Klasse gäbe. Geduldig gab die Betreuerin Auskunft. Ob die Sache mit der A-Klasse auch noch aufgeklärt wurde, blieb mir leider verschlossen. Anders als die Kinder habe ich keine Ferien, sondern muss zur Arbeit und demzufolge in Frankfurt West aussteigen. Die Gruppe setzte ihre Reise fort, irgendwo nach Frankfurt rein.
Eine kleine Aufmerksamkeit bitte
26 Juli 2004Man kann so auf sich aufmerksam machen:
so:
Marsch, Marsch!
oder so:
![]() Neugier aufbauender Zettel an Laterne |
![]() Text (Enttäuschung): `Elektrosmog macht krank` |
Die Erfolgsaussichten, zumindest von der Aufmerksamkeit her, der dritten Variante ist gar nicht übel. Wir sind ja alle so neugierig, können gar nicht anders, wollen unbedingt wissen, was da Wichtiges geschrieben steht. Weil`s so klein ist, sicher was ganz Geheimes! Huiuiuiuiui! Naja.
Übrigens, wie zu sehen ist, die strikte Richtungsweisung der Baustelle wurde mittlerweile wieder gelockert.
Duellreiches Rennen, leider nicht lange an der Spitze
25 Juli 2004Recht unterhaltsam, so kann man glaube ich das heutige Rennen auf dem Hockenheimring beschreiben. Anfangs gab es sogar ein richtiges Duell an der Spitze, eh sich in Runde 14 einer der Protagonisten, Kimi Raikkonen, in der Kurve nach Start und Ziel nach einem Heckflügelbruch verabschiedete. Unverständlich in dieser Situation, der Einschlag Raikkonens war nicht von schlechten Eltern, die Reaktionen der Fans vor Ort, die vor Freude die Arme nach oben rissen. Aber solche Bilder ist man aus Hockenheim leider gewöhnt, Damon Hill kann da auch ein Liedchen von singen. Komische Fans, die eine Kreisfahrt Schumachers einem echten Zweikampf um den Sieg vorziehen.
Das Rennen um die Spitze war also in Runde 14 gelaufen. Doch dahinter ging es heiß her, dank der einen Spitzkehre des neuen Hockenheimrings, die vielen Fahrern eine gute Überholmöglichkeit bot und in Folge gab es zahlreiche Rad an Rad Duelle zu bestaunen. Von der Aktion auf der Strecke war das wirklich mit das Beste, was es diese Saison zu sehen gab. Zu loben an der Stelle ist auf jeden Fall die gute Bildregie. In anderen Ländern wären die Kämpfe um die Plätze zwei bis acht sicherlich nicht dermaßen lange im Bild geblieben. Da muss man RTL wirklich mal ein Lob aussprechen. RTL hat sowieso einiges dazugelernt. Die Formel 1, obwohl die Einschaltquoten noch gut sind, ist auch bei RTL kein Selbstläufer mehr, es gilt die Zuschauer bei der Stange zu halten. Umso erfreulicher ist es, dass erstens recht wenig Werbeblöcke während des Rennens plaziert wurden und zweitens die freie Zeit zwischen Start eins und Start zwei (Olivier Panis war stehen geblieben) mit den Worten “Wir machen ganz schnell Werbung, denn jetzt verpassen wir nichts” für einen solchen genutzt wurde. Sowas gefällt dem Rennsportfan. Von früher kennt man noch andere Gebaren, da wurde gewartet und der Werbeblock erst dann geschaltet, als das Rennen (wieder) in vollem Gange war.
Schade, jetzt wo die Formel 1 so richtig in Fahrt zu kommen scheint, es an der Spitze, sofern die Silbernen halten, auch wieder enger zugeht, ist wieder eine dreiwöchige Pause angesagt. Weiter geht es erst am 15. August mit dem Großen Preis von Ungarn.
![[Bild: Neugier aufbauender Zettel an Laterne]](http://www.haitech-blog.de/images/uploads/neugier_w_s1.jpg)
![[Bild: Text `Elektrosmog macht krank`]](http://www.haitech-blog.de/images/uploads/neugier_w_s2.jpg)