Es ist schon ein Weilchen her, seitdem ich meine Tipps & Tricks zu Port Royale 2 veröffentlich habe. Wie bereits angesprochen ist Port Royal 2 ein Spiel mit Suchtgefahr. In letzter Zeit hat mich diese wieder gepackt. Stunden habe ich in karibischen Gewässern verbracht. Nicht ohne Erfolg, eine Kurzzusammenfassung:
| Allgemein |
| Spieldauer: |
108h 12m |
| Rang: |
Herrscher der Meere (16), der höchste Rang also |
| Ruf: |
unglaublich! |
| Wirtschaftliches |
| Vermögen: |
59.287.609 (war aber bereits jenseits der 60 Mio, Investitionen…) |
| Eigene Städte |
3 |
| Lagerhäuser: |
15 |
| Wohnhäuser: |
54 |
| Betriebe: |
42 |
| Flotte |
| Kapitäne/Konvois: |
31 (in Spitzenzeiten schon mehr als 35) |
| Schiffe: |
z.Z. 244 (überschritt schon mal die 300) |
| Sonst. Erfolge |
| Gekaperte Schiffe: |
913 |
| Geplündert: |
18 |
| Versenkt: |
210 |
| Städte geplündert: |
106 |
| Städte annektiert: |
26 |
| Piratenkonvois: |
13 |
| Piratennester: |
10 |
| Erfüllte Missionen: |
53 |
Allerdings hat der Erfolg auch einen Nachteil. Er ist darauf begründet, dass ich andere Nationen ausbeute. Momentan herrscht Krieg. Krieg zwischen jeder der vier Nationen. Ich mische da mit. Habe entsprechend vier Kaperbriefe. Allerdings halte ich mir die Engländer und Holländer warm, mache auf Liebkind, weil ich hier noch Geschenke in Form von Städten/Teilen von Städten erwarte. Folglich müssen Frankreich und Spanien bluten. Mittlerweile sind sie schon fast ausgeblutet. Die Militärkonvois werden immer weniger, die feindlichen Städte auch, von Handelsschiffen ganz zu schweigen. Es ist also immer schwieriger, Provit aus der Situation zu ziehen. Deswegen habe ich begonnen meine Konvois zu reduzieren, ebenso die Anzahl der Schiffe. Dennoch kosten sie mich im Moment an die 400.000 in 10 Tagen (Schiffsunterhalt, Kapitäne, Matrosen). Das will erst Mal reinkommen. Ich habe schon darüber nachgedacht umzuschwenken, d.h. mich mit Spanien und/oder Frankreich gut zu stellen und dann gegen England und Holland zu kämpfen. Gerade England wäre sehr einträglich. Jedoch habe ich etliche Betriebe in englischen Städten, die versorgt werden wollen. Muss mir das mal durch den Kopf gehen lassen. Auf jeden Fall wäre so die Zukunft meiner großen Flotte gesichert. Doch das ist jetzt Zukunftsmusik. Momentan bin ich dabei das Beste aus der bestehenden Situation zu machen. Das Maximale rauszuholen. Und zwar so:
Optimierung der Jagdkonvois und deren Einsatz
Fregatten in Jagdkonvois haben bei mir ausgedient. Die feindl. Militärkonvois sind z.T. stärker geworden. Außerdem ist es eine Frage der Geschwindigkeit. Ich kann es mir nicht leisten, ein feindliches Schiff entkommen zu lassen. D.h. meine Konvois müssen schnell sein, um jeden Gegner einholen zu können. Aus diesem Grund habe ich festgelegt, dass ein Jagdkonvoi mindestens 13 Knoten machen muss. Zum Einsatz kommen dafür Kriegsgalleonen, Militärfregatten, Piratenbarken und Militärkorvetten. Mindestens eine Militärkorvette ist Pflicht, um Jagd auf Einzelfahrer machen zu können. Dazu später mehr. Linienschiffe sind mir zu träge, sie verwende ich grundsätzlich nicht.
Die Jagdkonvois fahren streife, patrouillieren an bestimmten Punkten. Bei mir ist das zwischen Grand Bahama und Florida Keys, zwischen Florida Keys, vorbei an Havanna bis Sisal, die Küste rauf vor Catagena und vor Port Royale. Das hängt aber natürlich stark von der politischen Aufteilung der Karte ab. Vereinzelt schicke ich welche auch in andere Regionen, wenn dort ein feindlicher Militärkonvoi gesichtet wurde. Es sind immer mehrere Konvois in einer Region. Bei Bedarf kann ich sie zusammenziehen (Rudeltaktik!
) und gemeinsam Jagd machen. Oft kommen mehrere Schiffe zugleich. So entgeht mir keines!
Damit keine Lücken entstehen sollten die Reperaturzeiten gering sein. D.h. im Hafen werden die Schiffe nur ausgetauscht, die Konvois sofort wieder rausgeschickt. Natürlich muss man die entsprechende Anzahl hochwertiger Schiffe vorhalten. Das kostet. Aber in der Summe rechnet es sich. Konvois an der Front werden idealerweise gleich durch neue anreisende Konvois ersetzt, sobald sie sich auf in die Werft machen.
Während eines Kampfes kann es schon mal ganz schön eng werden. Gerade am Anfang, wenn man gerade erst begonnen hat die Segel des Gegners zu zerschießen. Der Gegner macht noch ordentlich Fahrt und durch die eigene Zickzacklinie holt er gut auf. Je nach Windverhältnissen verspekuliert man sich hierbei jedoch auch einmal und der Gegner kapert eines der Schiffe. Um dem vorzubeugen hat es sich ausgezahlt mit dem Schiff in Richtung Rand zu fahren und dann so nah wie möglich diesen entlang. Der Gegner kann so weiterhin unter Beschuss genommen werden, er kommt auch nahe heran, aber er kapert in der Regel das Schiff nicht! Selbst bei Berührungen nicht, wie ich feststellen konnte. So ist das Schiff noch für einige wenn nicht sogar zahlreiche Schüsse gut!
Vor Gouverneursstädten zu patrouillieren hat sich bei mir bislang auch ausgezahlt.
Einzelfahrer angreifen
Anders als in den Tipps I behauptet, macht es unter gewissen Umständen doch Sinn Jagd auf Einzelfahrer zu machen, wenn die Voraussetzungen stimmen. D.h. erstens muss man selbst über ein schnelles Schiff verfügen, am besten Militärkorvette und zweitens darf der Einzelfahrer nicht zu schnell sein, d.h. am besten handelt es sich um eine Galleone oder Fleute, zur Not eine Fregatte, aber da wird es schon schwerer. Durch den Geschwindigkeitsunterschied von 4 Knoten hat man die Möglichkeit, Einzelfahrer, die bei einem Angriff sofort flüchten, noch einzuholen, beziehungsweise auch mehrere Kanonensalven abzufeuern. Um den Einzelfahrer zu kapern gibt es zwei Möglichkeiten:
1. Man aktiviert eine Militärkorvette als einziges Kampfschiff, holt also die komplette Entermannschaft zusammen und entert den flüchtenden Gegner sofort. Natürlich sollte die eigene Entermannschaft über der Zahl des Gegners liegen, ist klar. Dies ist die schnellste Möglichkeit, allerdings leidet die eigene Mannschaft darunter.
2. Dauert etwas, die eigene Mannschaft dankt es einem jedoch. Mit Kettenkugeln den flüchtenden Gegner beschiessen, sobald man nah genug ran ist. Je nach Windsituation und gegnerischem Schiff ist es möglich im Anschluss noch Streukugeln nachzuschieben, bis der Gegner aus der Karte rausfährt. Erneut angreifen und so lange wiederholen, bis die Entermannschaft des Feindes eliminiert wurde. Nun ohne Verluste entern.
Lohnt sich die Mühe überhaupt? Jo! Viele Einzelfahrer haben ansehliche Mengen Werkzeug, Wein und Gewürze an Bord. Waren, die man mit ordentlich Gewinn verkaufen kann und zudem für die eigene Produktion gebrauchen kann! Gerade spanische Fleuten haben oft diese drei Waren an Bord.
Städte melken
Wie in den Tipps I angesprochen sollte man feindlichen Städten immer mal wieder “einen Besuch” abstatten. Eine Stadt kann alle 30 Tage angegriffen werden. Dies sollte man auch tun, denn niemand weiß, wie lange ein Krieg noch dauert und damit verbunden, wie lange ein Kaperbrief noch Gültigkeit hat. Es hat sich als vorteilshaft erwiesen, jeden Stadtangriff mit Datum festzuhalten, so behält man den Überblick, kann vorausplanen, erspart sich überflüssige Anfahrten und es entgeht einem nichts. Wichtig dabei ist auch, an ordentlich freien Laderaum zu denken, denn im Laufe des Spiels ist es nicht immer möglich genügend Schiffe während der Anfahrt zu kapern. Schade, wenn man wertvolle Waren oder Kanonen in der besiegten Stadt zurück lassen müsste.
Piraten anheuern
In Kneipen warten Piraten darauf, dass ihr ihnen einen eurer Konvois überlasst. Um zukünftig auch eine Verwendung für die teuren eigenen Jagdkonvois zu haben, ist es sinnvoll, frühzeitig diesen Piraten auch einen Kovois zur Verfügung zu stellen. Und nicht nur einen 08/15-Konvoi, sondern es darf auch schon ein etwas besserer sein. Denn ihr kassiert ja mit ab! Von Zeit zu Zeit wird die vom Piraten kassierte Beute aufgeteilt. – Treibt es der Pirat dann im Laufe der Zeit zu Bund, vielleicht wird auch ein Kopfgeld ausgesetzt, dann kommt die eigene Flotte zum Einsatz und hebt ihn aus. Man kassiert erneut. Sollte im Endeffekt also ein Plus ergeben.
Vorsticht beim Lebensmittel horten!
Schock! Rattenplage in meiner Stadt! Warum? Wer zuviel Lebensmittel hortet, bei dem steigt das Risiko einer Rattenplage. Ich habe locker fröhlich alles, was ich bei meinen Beutezügen zwischen die Finger bekommen habe, in meiner eigenen Stadt zwischengelagert. Für schlechte Zeiten. Für später. Im Laufe der Zeit kamen so über 1000 Einheiten pro Ware zusammen. Ein Festessen für Ratten, wie ich nun weiß. Durch die Rattenplage gingen an die 450 Einheiten an Weizen, Obst und Mais verloren, sowie zirka 150 Einheiten Fleisch. Ein teures Festessen also! Von nun an verteile ich Essensvorräte unter bestehenden Lagerstätten auf, beziehungsweise baue meine Bestände stetig ab.