Archiv für September 2005

Mit EXIF-Daten jonglieren

16 September 2005

EXIF-Daten, die mit jedem digital aufgenommenen Bild gespeichert werden, sind äußerst praktisch. In den Daten wird zum Beispiel nicht nur das Datum der Aufnahme festgehalten, sondern auch Informationen über verwendete Brennweite, Blende und weitere Kameraeinstellungen. Sie geben also darüber Auskunft, wie ein Bild entstanden ist.

Dies ist äußerst hilfreich. Zum einen, um die eigenen Bilder zu studieren. Was kann man vielleicht besser machen? Aber natürlich auch, um abzugucken! Um von anderen zu lernen! Viele Bilddatenbanken, wie zum Beispiel PBase, lesen beim Bildupload die EXIF-Daten aus, und wenn der Fotograf die Anzeige nicht unterbindet, lassen sie sich zu den einzelnen Bildern einblenden. Mit Hilfe der bei diesen Bilddatenbanken in der Regel angebotenen hervorragenden Suchmöglichkeiten, ist es dabei ein leichtes eine große Anzahl an passenden Bildern für Studienzwecke zu finden.

Einen kleinen Nachteil haben die EXIF-Daten allerdings. Nicht jedes Bild ist von sich aus optimal, oftmals bedarf es einer Bearbeitung. Oder, man will ein Bild bewusst im Nachhinein bearbeiten, wie bei diesem Bild geschehen. Beim Speichern solcher bearbeiteten Bilder kann es je nach Programm und Vorgehensweise dazu kommen, dass die EXIF-Daten im Anschluss nicht mehr enthalten sind. Hier kann ein kleines aber feines Programm weiterhelfen: Exifer (Windows). Mit Exifer lassen sich die vorhandenen EXIF-Daten nicht nur auslesen, sondern auch exportieren und importieren. So kann man die EXIF-Daten zum Beispiel dem Originalbild entnehmen, abspeichern, und sie im Anschluss der bearbeiteten Version einverleiben.

Natürlich bietet Exifer noch weitere Funktionen und Möglichkeiten. Zum Beispiel die, Änderungs-, Aufnahme- und Digitalisierungsdatum ändern zu können. Dies ist hilfreich, wenn man Bilder in Photo-a-Day-Gallerien zur Verfügung stellen will, aber nicht jeden Tag dazu kommt, ein frisches Bild zu schießen. Damit die Bilder trotzdem am heutigen Tag eingestellt werden, und damit ganz vorne, ändert man einfach die angesprochenen Felder.

Exifer bietet natürlich noch viel mehr, wie zum Beispiel eine Batchbenennung von Dateien auf Basis der EXIF-Daten. Ein Test des Programms sollte sich also lohnen. Zumal es nichts kostet. Halt, stop, stimmt nicht. Der Autor wünscht eine Postkarte! Die soll er bekommen! Die hat er sich verdient.

Schade. Umtausch ausgeschlossen.

15 September 2005

»Union: Wahlen sind vom Umtausch ausgeschlossen« (FAZ) – Ja, und was ist, wenn ich per Briefwahl…? Ach, hat nichts mit dem Fernabsatzgesetz zu tun? Schade. Wäre eine schöne Vorstellung. Erst 14 Tage testen, ob die Erwartungen auch erfüllt werden und wenn nicht…

Jaaa! Schlammschlacht!!!

15 September 2005

Laut Spiegel Online verkommt der Endspurt im Wahlkampf zur Schlammschlacht. Hmm. Netter Gedanke. Je länger ich so drüber nachdenke…. Mit einer etwas anderen Kandidatenzusammensetzung, meine Vorstellung geht da mehr so in diese Richtung, sollte das doch der Renner sein bei den Wählerinnen und Wählern! Der Sieger wäre in aller Munde und damit die Politik wieder im Mittelpunkt des Interesses, Gesprächsstoff überall, ob bei jung oder alt! Da könnte man was bewegen! Bei so einem Hingucker! Skeptisch? Wie, es kommt bei der Politik auf andere Werte an? Wozu gibt es Berater?

F1Manager: Was nebenbei verdienen

13 September 2005

Jeder, der sich für Formel 1 interessiert, weiß, die Formel 1 ist die größte Geldvernichtungsmachine der Welt. Geld kann man da immer gebrauchen. So auch beim F1Manager. Da gibt es eine einfache Möglichkeit etwas Extrageld zu verdienen, sofern die Mechaniker gerade nichts zu tun haben. Selbst wenn man die Teile nicht für die eigenen Autos benötigt, lohnt es sich, solche anfertigen zu lassen, um sie im Anschluss über die Auktionsplattform zu verticken.

Das Ganze an einem Beispiel: Ein Diffuser (Stufe 8) kostet in der Herstellung 80000$. Über die Auktion kommen 400000$ in die Kasse. Davon ist die Auktionsgebühr von 80000$ abzuziehen. Es bleiben 240000$ als Gewinn. Das ist in Anbetracht der Kosten (ich denke da nur an die Fahrergehälter) nicht besonders viel, aber bei entsprechend aufwändigeren Teilen sollte auch mehr Gewinn rausspringen. Bei Motoren zum Beispiel. Allerdings sollte hierbei auch der Faktor Herstellungsdauer beachtet werden. Die Herstellung eines Diffusers dauert nur zwei Tage, die eines Motors 12! Gleich ist dabei die Auktionsdauer von drei Tagen.

Ich werde die Sache mal weiter im Auge behalten. Vielleicht gibt es auch noch ein ganz bestimmtes Bauteil, das in der Gesamtverrechnung von Herstellungsdauer, Kosten, Gewinn die Nase vorne hat.

Positiv: Deutsche unschlagbar bei der Rattenbekämpfung

13 September 2005

Die FTD macht Mut. Immerhin ein Bereich, in dem wir noch einsame Spitze sind, was Einfallsreichtum und Effiziens betrifft: Die Rattenbekämpfung. Ein Vergleich mit unseren indischen Freunden, die uns sonst gerne mal Konkurrenz machen:

“Die Inder, so glauben wir ängstlichen Deutschen seit Jahren, sind klüger, schneller, fleißiger und sowieso einfach besser. Der Inder ist der USB-Stick, der Deutsche bleibt die Floppydisk der Computerwelt.

Sind wir denn nirgendwo mehr besser? Doch: »Das Letzte: Die Ratte ist ein Kunde«”

Ob falsch oder richtig,

8 September 2005

muss jeder für sich entscheiden. Auf jeden Fall ist die Seite sehr unterhaltsam. Vor allem die Zitate der einzelnen Personen lassen einen hier und da schmunzeln. Wer wissen will, wer hinter der Seite steckt, ein Blick ins Impressum genügt.

Online TV Recorder mit Macken

8 September 2005

Die PC-Welt berichtet heute über einen neuen Service. Den Online TV Recorder.

Was der Name des Services schon andeutet, sieht in der Theorie so aus, dass nach einer kurzen Anmeldung (Eingabe von Emailadresse/Passwort, im Anschluss Bestätigung der Anmeldung durch Klick auf Link in einer Email) über die Webseite der Online Videorekorder programmiert, nach Aufnahme jene heruntergeladen und nach Umwandlung jene angesehen werden kann.

In der Praxis geht es nicht ganz so einfach. Als erstes fällt auf, dass die Webseite äußerst träge ist. Die Reaktionszeit ist zum Teil dermaßen lang, dass der ungeduldige Anwender gerne ein zweites Mal auf einen Button klickt. Die Programmierung des Rekorders an sich ist dafür recht einfach. So genügt es zum Beispiel in einer Suchmaske den Titel der Sendung einzugeben und in der Ergebnisliste die entsprechende Sendung auszuwählen. Dies, sowie die Aufnahme, klappte bei meinem Test zunächst einwandfrei. Jedoch muss bei der im Anschluss an die Aufnahme stattfindenden Komprimierung der Daten ein Fehler aufgetreten sein, denn die Aufnahme wird in meiner Queue als “Bad File” geführt. Dies ist wahrscheinlich auch der Grund, warum ich keine Emailbenachrichtigung bekommen habe, die eigentlich nach einer erfolgten Aufzeichnung verschickt werden sollte. Als Folge kann ich natürlich nichts über die Qualität der Aufnahmen sagen. Durch den Fehler bei der Verarbeitung hat sich das Runterladen nicht angeboten, ich weiß gar nicht, ob es funktioniert hätte. Denn mit dem Runterladen ist es nicht getan. Im Anschluss gilt es noch mit einem auf der Seite zur Verfügung gestellten Programm (Windows) die Aufnahme in eine wmv-Datei umzuwandeln.

Also bleibt festzuhalten, dass das System noch so seine Kinderkrankheiten hat. Ich werde natürlich weiterhin versuchen eine laufende Aufnahme zu erhalten, um auch eine Aussage über die Qualität der Aufnahmen machen zu können. Jedoch ist die Tatsache, dass eine solche nicht immer klappt, schon ein deutlicher Minuspunkt. Ebenfalls negativ ist anzurechnen, dass für die Bearbeitung der heruntergeladenen Aufnahme ein Windows-Rechner benötigt wird. Positiv dagegen ist, dass einem mit 60GB ausreichend Platz für Aufnahmen zur Verfügung steht und, dass der Service bislang kostenlos ist. Werbefinanziert. Wenn er, das gilt es noch zu prüfen, dann auch funktioniert, also schon eine interessante Sache. Bis dahin baue ich aber weiterhin auf meinen guten alten VHS-Videorekorder.

Update 08.09.2005, 20:15:

Auch der zweite Aufnahmeversuch ist fehlgeschlagen. Dafür habe ich entdeckt, dass es einst einen Linux-Decoder für die Files gab. Für die aktuellen Aufnahmen ist jener jedoch nicht mehr zu gebrauchen. Eine neue Version wurde bislang nicht veröffentlicht.

Update 09.09.2005, 12:29:

Mittlerweile sind zwei Aufnahmen geglückt. Gestern Abend wurde sowohl das heute journal, als auch Harald Schmidt ohne Probleme aufgezeichnet. Die Dateien sind mit der Endung otrkey versehen (wmv.otrkey) und können so nicht abgespielt werden. Die otrkey-Dateien müssen erst mit der angebotenen Decoder-Software dekodiert werden. Nach Auswahl der Datei (Dateiname muss unverändert bleiben, also z.B. auf Harald_Schmidt_05.09.08_23-00_ard_30_TVOON_DE.wmv.otrkey lauten. Falls die Datei durch den Download download.php heißt, muss sie entsprechend umgenannt werden, sonst klappt das Dekodieren nicht.) und Eingabe der Registrierungsdaten der Seite (Email + Passwort) dauert der Vorgang jedoch nur wenige Sekunden. Im Anschluss erhält man eine reine wmv-Datei die sich tadellos abspielen lässt.

Nun einige Aufzeichnungsdaten: Video-Größe: 384×288, Audio: 44100hz, 16bps, 2ch, Bitrate: 551kbps. Eine 33:51 Minuten lange Aufnahme benötigt einen Platzbedarf von 136700 KB. D.h. zirka 4038,40 KB/min.

Einen Wermutstropfen gibt es allerdings noch. Dadurch, dass sich die Sendung vor dem heute journal etwas in die Länge gezogen hat, beziehungsweise vielleicht durch ein Spezial zuvor verschoben hat, verzögerte sich auch das heute journal. Zwar baut der Online TV Recorder jeweils einen Puffer vor und nach der Sendung ein (we start recording 2 minutes before and stop 4 minutes after official air time!), dies hat jedoch im Fall des heute journals nicht genügt. Das Ende wurde abgeschnitten. Schade, dass hier strickt nach den Start und Endzeit gearbeitet wird und VPS ein Fremdwort ist. Ob man sich in diesem Fall damit helfen kann, den Start- und Endzeitpunkt einfach etwas großzügiger zu setzen, wie man es oft beim VHS-Videorekorder macht, wenn der Sender kein VPS hat, ist fraglich. Auf der Seite heißt es: Auto correction is ON, that means, if you enter 20:14 until 21:01 and we have a movie running from 20:15 to 21:00 , we use that time instead!

Im Fall von Harald Schmidt wurden nur 18:04 Minuten aufgezeichnet. Eigenartigerweise beginnt die Aufzeichnung mitten in und endet genau zum Schluss der Sendung. Mir ist nicht ganz klar, wie dies zustande gekommen ist.

Update 15.11..2005, 21:57:

Nach zwei verstrichenen Monaten war es mal wieder an der Zeit onlinetvrecorder einem Test zu unterziehen. Schauen, ob sich etwas verbessert hat. Leider nein. Sendungen der ARD werden immer noch abgeschnitten und nicht komplett aufgezeichnet. In meinem Fall betraf das beide Harald Schmidt-Sendungen der letzten Woche. Aufnahmen der ARD scheinen allgemein ein Problem zu sein, wenn man im Forum mal ein bisschen rumguckt. Eine weitere Testaufnahme im ZDF wurde mir bereits als fertig gemeldet. Doch leider konnte ich sie bislang nicht begutachten. Zum ersten Mal tauchte nämlich ein anderes Problem auf. Das des Bezuges! Nicht nur im Straßenverkehr gibt es eine Rush-Hour, auch bei onlinetvrecorder. Dann ist der freie Download nicht verfügbar, nur noch der kostenpflichte Download, sowie der Download via Emule. Der Download via Emule ist aber witzlos, weil auch nach Tagen die aufgenommene Datei nicht im Emule-Netz zu finden ist.

Die Freude fällt also geteilt aus, wenn die Nachricht über eine erfolgreiche Aufnahme eintrifft. Im ungünstigen Fall ist sie getrübt, denn an eine zeitnahe Wiedergabe der Aufnahme nicht zu denken ist. Es gilt erst eine günstige Zeit für einen freien Download zu erwischen. Erwischt man diese sieht es positver aus, so die Aufnahme auch komplett ist.

Ooh, da war er enttäuscht

6 September 2005

Normalerweise bin ich sehr unfreundlich bei Losverkäufern und jenen, die einen all abendlich sonst so stören, um ihre Produkte telefonisch an den Mann zu bringen. Sobald ich den Braten gerochen habe unterbreche ich den Redefluss mit einem lauten »Äh« folgend von »Danke, aber ich habe kein Interesse«. Damit habe ich schnell meine Ruhe und der andere braucht sich nicht den Mund fusselig zu reden. Mich nerven solche Anrufe einfach kolossal.

Nun habe ich gemerkt, dass es auch einen gewissen Reiz hat, den Anderen erst mal ausreden zu lassen. Durch abnicken und anerkennen der aufgezählten Vorteile des Angebots suggeriert man Interesse und der Gesprächspartner wähnt sich, je näher er dem Ende seiner Produktanpreisung kommt, mehr und mehr am Ziel. Wie enttäuscht ein Mensch sein kann, wenn er nach all der Rederei mein »Danke, aber ich habe kein Interesse« hört, ist eine Genugtuung dafür, dass bestimmte Firmen immer wieder belästigen. Auch wenn es dabei den Falschen trifft. Der Mitarbeiter kann ja nichts dafür. Aber mit mir triffts eben auch den Falschen. Nochmal: Ich habe keinerlei Interesse an Losen der NKL. Und wenn sie zehnmal für mich speziell ausgesucht und handverlesen sind!!!

Mal davon abgesehen ertsaunt es mich immer wieder, dass in Zeiten, in denen alle möglichen Daten gesammelt werden über Kunden beziehungsweise mögliche Kunden, noch keiner auf die Idee gekommen ist solche, die ständig diese Anfragen (der gleiche Anbieter hat es schon mehrfach versucht) ablehnen, endlich mal auszusortieren beziehungsweise entsprechend zu markieren. Stattdessen kommen sie immer wieder mit der gleichen Geschichte an. So beschäftigt man seine Mitarbeiter. Und nervt die, die Kunden werden sollen.

Wozu braucht die USA Atombomben?

6 September 2005

Seit gestern Abend, RTL sei “Dank”, wissen wir`s. Nicht zur Abschreckung. Um eine Katastrophe zu verhindern! Zur Verschmelzung der beiden Platten, die durch den San-Andreas-Graben getrennt sind, damit die kalifornische Küste beim großen Beben (in diesem Fall 10.5 auf der Richterskala) nicht im Meer versinkt. Soviel zur Theorie. Wie die praktische Umsetzung aussieht zeigt RTL in der zweiten Folge am Donnerstag um 20:15: 10.5 – Die Erde bebt, Teil 2. Dies soll nicht als TV-Tipp verstanden werden. Aber diese USA-lebe-hoch-wir-schaffen-alles-Filme haben ja durchaus einen gewissen Unterhaltungswert. Jener hier hätte auch super in den Late Lounge Heimkinoservice gepasst.

RTL ist beim Zeitpunkt der Ausstrahlung ja auch besoners sensibel zu Werke gegangen. Nicht, dass gerade über eine der größten Naturkatastrophen auf dem nordamerikanischen Kontinent berichtet wird… Die Zuschauerredaktion hierzu:

»Hallo!

Vielen Dank für Ihre E-Mail.

In Ihrer E-Mail kritisieren Sie die Ausstrahlung des 2-Teilers `10.5 – Die Erde bebt` am 05. und am 08. September 2005.

Gerne möchten wir Ihnen erläutern, warum wir den Film nicht aus dem Programm genommen haben:

Sie haben Recht, wenn Sie schreiben, dass der Hurricane `Katrina` in den USA katastrophale Auswirkungen auf die Menschen in New Orleans und den umliegenden Städten hat.

Nichtsdestotrotz handelt es sich bei dem Film `10.5 – Die Erde bebt` um eine fiktionale Geschichte, in der es um Erdbeben – nicht um einen Hurricane-Verwüstungen – geht.

Der Inhalt des Films hat also absolut nichts mit der realen Situation am Mississippi gemeinsam.

Ihre kritische Stellungnahme zur Aussendung des Spielfilms haben wir an die entsprechende Stelle im Hause zur Kenntnisnahme weitergeleitet.

Mit freundlichen Grüßen aus Köln«

Ein Gutes haben die hohen Spritpreise …

5 September 2005

… die sonntäglichen Autobahnen sind so leer wie schon lange nicht mehr! Das nenne ich Freude am Fahren!