Archiv für April 2006

Online-Spiel Kapiland

30 April 2006

Angeregt durch den ct-Artikel »Weltenfenster – Browserspiele werden erwachsen« (ct 2006, Heft 10, S. 110) habe ich mir die Tage mal die Wirtschaftssimulation Kapiland angesehen und mittlerweile ein kleines Unternehmen aufgebaut (Yota, Status Einzelhändler). Kapiland ist durchaus ein abwechslungsreiches Spiel. Grunsätzliches Ziel des Spieles ist es, wie meistens, Geld zu scheffeln und Reichtümer anzuhäufen. Erreicht wird dies durch kleveren Warenan- und anschließenden Verkauf, bzw. man kann natürlich auch selbst als Produzent auftreten. Hierfür lassen sich diverse Gebäude wie z.B. Plantagen, Quellen, Fabriken bauen. Der Absatz der Waren erfolgt dann entweder auf dem Markt, durch einen Direktvertrag an eine andere Firma oder in eigenen Geschäften. Für Tiefe im Spiel sorgen nicht nur drei verschiedene Gebiete, sondern auch die große Anzahl unterschiedlicher zu produzierender Produkte.

Mich hat das Spiel sofort gefesselt. Doch der Start war nicht einfach und ein bisschen Leergeld musste ich auch schon zahlen. Dazu noch ein paar Gedanken:

Will man auf dem Markt ein Schnäppchen machen, dann zieht nur eines: Schnelligkeit. Der Markt wird von x Spielern ständig überwacht, Schnäppchen sofort entdeckt und wer zuerst kommt, malt zuerst. Dabei ist es zu Beginn schwierig Schnäppchen zu erwerben, wenn aufgrund der geringen Kapitaldecke nur eine Teilmenge abgenommen werden kann. Durch die Zeit, die durch Eingabe einer Menge verlorengeht, hat man in der Regel eben genau das, verloren. Selbst wenn das Bargeld reicht, sind immer noch zwei Klicks und zwei punktgenaue Bewegungen des Mauszeigers nötig. Die erste Bewegung des Mauszeigers geht vom Knopf Markt, refreshen über Markt geht meiner Erfahrung nach in der Regel schneller als durch refreshen der Seite, auf den Link kaufen. Eine neue Seite öffnet sich, auf der die Fakten des Kaufs noch einmal aufgeführt werden, jene gilt es noch zu bestätigen, hierfür ist dann die zweite Mausbewegung nötig. Verpasst man einen der Links, ist es meist schon zu spät, ein anderer war schneller! Wo wir schon beim nächsten Punkt wären, dem Einfluss der Tageszeit.

Ich spiele zwar erst seit gestern Abend, aber man merkt schon, dass tagsüber deutlich mehr Leute aktiv sind, als zum Beispiel zu später Stunde. An Schnäppchen zu kommen ist somit tagsüber noch deutlich schwieriger. Abends klappt es ganz gut. Wie beäugt der Markt ist, ob überhaupt noch einer aktiv ist und aufpasst, lässt sich leicht durch den Verkauf von beispielsweise ein Saatgut zu 0,01 testen. Normalerweise geht so ein Angebot, obwohl es “Pfennigbeträge” sind und eigentlich das Klicken nicht wert ist, sofort weg. Nachts dauert es schon mal ein, zwei Aktualisierungen. Somit ist es abends einfacher zum Zuge zu kommen bei bewusst in den Markt gestellten Schnäppchen und natürlich bei durch Tippfehler abgegebenen ungewollten “Schnäppchen”. Die können dann zum Beispiel so aussehen, dass jemand Stahl zu 131 verkaufen wollte, jedoch beim Tippen die eins nicht richtig erwischt hat und somit das Angebot nun auf 31 lautet. Bei Preisen im Markt um die 130-135 eine einträgliche Sache für denjenigen, der am schnellsten war und zugeschlagen hat.

Doch im Markt ist auch Obacht geboten. Einige Anbieter bauen auf die Schnelligkeit des Marktes und einen ebenso schnellen Finger der Marktbeobachter. Das fällt oft auf die Schnelle gar nicht auf, dass eine Null zu wenig im Preis ist. Schwupps hat Strom statt für schnäppchenhafte 0,06 zu 0,6 den Besitzer gewechselt. Sieht ja beim flotten Hinschauen auch fast gleich aus. Die Sache funktioniert im Übrigen erstaunlich gut. :) Nachdem ich selbst drauf reingefallen bin, habe ich es dem Markt zurückgegeben. Dauerhaft reich wird man dadurch aber sicherlich nicht.

Das wird man auch sonst über den Markt kaum. Die wirklichen Schnäppchen sind, wie angesprochen, rar und die restlichen Angebote eignen sich in ganz seltenen Fällen für den Weiterverkauf. Als Zwischenhändler im Markt aufzutreten ist also äußerst schwierig, schließlich ist für jeden Verkauf über den Markt noch eine Verkaufsprovision fällig. Über kurz oder lang kann also die Lösung nur die Produktion eigener Waren sein.

Ich hatte gestern das Glück einen Abnehmer für Strom zu 0,08 zu finden. Eingekauft im Markt zu 0,07 habe ich den Strom direkt an den Abnehmer per Vertrag zu 0,08 weitergereicht, dies zigmal hintereinander und den Gewinnn habe ich jedesmal in den Zukauf von noch mehr Strom investiert. Das Ganze bescherte mir die ersten größeren Gewinne.

Doch Vorsicht! Nicht zuviel Aufkaufen, wenn etwas günstig ist! Als der Strom-Abnehmer gestern bedient war, saß ich noch auf einem großen Batzen Strom. Damit war ich kurze Zeit handlungsunfähig, da fast mein komplettes Kapital gebunden war. Auf neue Angebote konnte ich nur mit geringen Einsätzen reagieren, bis ich den Strom schließlich mühsam über den Markt verkaufen konnte.

Im Moment verläuft mein Handeln in Kapiland ruhiger. Bin in die Produktion von Strom, Obst und Stahl eingestiegen und habe meine Werke schon ein wenig ausgebaut. Durch Eingabe einer Produktionsmenge, die der Tagesproduktion entspricht, braucht man sich also die nächsten 24 Stunden nicht mehr drum zu kümmern. Voraussetzung ist natürlich, dass man das nötige Kleingeld für die benötigten Zwischenprodukte hat. :)

Links

Ich freu mich schon! :)

28 April 2006

Je nachdem, wie schnell die Citibank arbeitet, gibt`s vielleicht schon Ende nächster Woche, sonst Anfang übernächste Woche, was Hübsches zum Auspacken! Etwas extrem Hübsches! :)

Unter den Göttern in, äh, grün

27 April 2006

Gestern durfte ich Arzt spielen. Naja, fast. Ein Kundenbesuch in einem Klinikum stand auf dem Programm, genauer in mehreren OP-Bereichen des Klinikums. In die darf man natürlich nicht einfach so reinspazieren mit Straßenschuhen und normaler Kleidung. Versucht man es doch, so wird man von den Schwestern ordentlich zusammengestaucht. Der Kurierfahrer, der genau das während unseres Aufenthalts versuchte, wird es sich wohl für das nächste Mal merken. :) Wie gesagt, mit normaler Kleidung darf man da auch als Besucher also nicht rein. Umziehen ist angesagt! Raus aus allen Klamotten. Danach grüne Hose an (Größen nach Nummern 1,2,3…), grünes Oberteil, grüne Gummischuhe, Mundschutz (hängt aber um den Hals…) und natürlich als Krönung das Häubchen. So in den Spiegel geschaut kann einem das schon gefallen. Schaut cheffig aus! Davon abgesehen ist das Grünzeug, mal von den Schuhen abgesehen, die sind etwas gewöhnungsbedürftig, äußerst bequem, locker und luftig. Kann man aushalten. Erschreckend fand ich allerdings, wie einfach es im Prinzip ist, in das Heiligste eines Krankenhauses vorzudringen. Rein in die Umkleide, ohne Kontrolle!, umziehen, schon ist man von anderen die da drinnen rumspringen nicht mehr zu unterscheiden und so man nicht gerade auffallend suchend durch die Gegend läuft, fällt man da nicht auf. Gerade in den größeren OP-Bereichen. Warum also nicht selbst mal an den Tisch treten? “Schwester Ingeborg, Skalpell!”

Mein erstes Digicam-Foto

25 April 2006

[Bild: Erster Test]


stammt aus dem Jahr 2001, genauer vom 13. August 2001 um 19:03 Uhr und acht Sekunden. Spektakulär kann man es nicht gerade nenne, was darauf zu sehen ist: Ein Schuppen, Brombeeren, einen Baum und viel Brennholz. Im halbe Sekunden Abstand folgten nach dem ersten Bild noch Bilder vom Himmel, Bäumen, Büchern, CDs, Automodellen, Tassen, Inneneinrichtung, Pflanzen und ein Selbstportrait durfte natürlich auch nicht fehlen. Doch, das da oben war das erste. Das erste, das ich damals mit der neu erworbenen Casio QV-3500 schoss. Einer Kamera, mit der ich damals vollauf zufrieden war. Sie arbeite zuverlässig und zickte so gut wie nicht rum. Bis zum Jahre 2003. Da ging es abwärts mit ihr. Sonst wäre sie sicherlich noch heute, zumindest als Zweitmodell, bei mir im Einsatz.

Schon 30 Jahre her: Laudas Unfall auf dem Nürburgring

23 April 2006

Heute in der “Nach-dem-Grand-Prix”-Übertragung auf RTL wurde an Niki Laudas schlimmen Unfall auf dem Nürburgring erinnert, der mittlerweile auch schon 30 Jahre her ist. Sicherlich nicht auf den Tag genau, aber vom Jahr her – es war 1976 – stimmt es. Das nahm ich zum Anlass endlich mal nachzuforschen und mich zu informieren, wo genau der Unfall eigentlich damals passierte. 1976 war ich noch nicht auf der Welt und als ich mich für die Formel 1 anfing zu interessieren, waren auch schon 13 Jahre vergangen. Dank des Netzes weiß ich es nun, der Unfall passierte im Streckenabschnitt “Bergwerk”, in dieser Grafik des Rings wird die Stelle auch als “Lauda Links” bezeichnet. Während meiner Recherche bin ich auch auf andere interessante Artikel über Lauda und den Ring gestoßen:

Überfall oder wessen Früchte sind es?

22 April 2006

Beim Durchblättern des BGB bin ich auf die Antwort auf eine altbekannte Frage gestoßen, die, wenn ich mich recht entsinne, auch schon mal Thema einer TV-Werbung eines Versicherungsunternehmens war, nämlich der, wem die auf das eigene Grundstück heruntergefallenen Früchte eines auf dem benachbarten Grundstück stehenden Baumes oder Strauches gehören. Dem Eigentümer des benachbarten Grundsückes, oder einem selber. Die Antwort liefert Paragraph 911 BGB, der den etwas irreführenden Namen “Überfall” trägt, wobei hiermit natürlich nicht der Banküberfall o.ä. gemeint ist, sondern wohl eher das über die Grundstückgrenze hinweg stattfindene Fallen der Früchte, eben “Überfall”:

»§ 911 Überfall

Früchte, die von einem Baum oder einem Strauche auf ein Nachbargrundstück hinüberfallen, gelten als Früchte dieses Grundstücks. Diese Vorschrift findet keine Anwendung, wenn das Nachbargrundstück dem öffentlichen Gebrauch dient.«

Sommerbetrieb

22 April 2006

So, habe nun auf Sommerbetrieb umgestellt. Winterfell ist runter. Wurde Zeit! Seit Dezember bis heute habe ich nur 15 Euro (13 für den Schnitt + 2 obbe druff) für Friseurbesuche ausgegeben, nämlich für den am heutigen Tag. Das nenne ich einen guten Schnitt. Gilt im Übrigen auch für`s Ergebnis. :)

Java-Tipp: Mit Excel-Dateien jonglieren

20 April 2006

Auf der Suche den etwas fehleranfälligen Weg über csv-Dateien beim Austausch von Daten zwischen Java und Excel zu umgehen, man weiß nie, ob das eingesetzte Trennzeichen nicht auch einmal im Text vorkommt, bin ich auf die Jakarta POI gestoßen, eine Java API, um Microsoft-Dokumente zu verarbeiten. Über die API ist es möglich Excel-Dateien sowohl zu lesen als auch zu schreiben. Dabei ist das Ganze durchweg einfach gehalten, für erste Erfolge braucht man sich nicht erst stundenlang einzulesen, ein kurzer Blick in das umfangreiche Beispiel auf der Seite genügt.

Und noch ein Hessen-Tipp

20 April 2006

Wer gerne gut hessisch isst, sollte mal beim Malepartus in Frankfurt vorbeischauen. Hört sich Grüne Soße mit Eiern, Kartoffeln und zum Nachtisch gebackene Apfelringe mit Vanilleeis und Caramelsoße nicht verdammt gut an? Hatte ich gestern Abend! Hmmmh! :)

TV-Tipp für den späten Abend

20 April 2006

»Der Late Lounge Club mit Henni Nachtsheim – mit Musik, aber ohne Handkäs` – heute, 23:00 Uhr, im hr-fernsehen.«