Gestern war ich bei Grönemeyer in der Commerzbank Arena. Es war ein schöner Abend mit einem gut aufgelegten Grönemeyer, nicht mal ein kaputter Flügel gleich zu Beginn, gleich beim ersten Lied, konnte ihn aus dem Konzept bringen. Er spielte es einfach noch mal. Statt Flügel mitten in der Arena, Keyboard auf der Bühne. Sei’s drum. Die “verlorene” Zeit wollte er durch schnelleres Spielen wieder reinholen.
Wurde nichts draus. Selbst wenn, vor drei Zugaben durfte er eh nicht gehen. Wir Zuschauer ließen ihn nicht. Zu schön war die Stimmung und Athmosphäre in den späten Abendstunden in der Arena. Toll das Highlight des Abends, das gemeinsame Singen von “Zeit, dass sich was dreht”. Das entschädigte am Ende auch dafür, dass die alten Hits wie Alkohol, Männer, Bochum, Musik nur wenn sie laut ist bereits im Hauptteil “verpulvert” wurden, zu einer Zeit, in der die Athmosphäre in der Arena durch das noch vorhandene Tageslicht und das dadurch fehlende oder nicht zur Geltung kommende Lichterspiel nicht so überschwänglich war, wie später, als es dunkel wurde. Schade, dass es in einer “Weltstadt” wie Frankfurt aber auch gar nicht möglich wäre Konzerte später beginnen zu lassen. Die Zuschauer kämen nicht mehr nach Hause. Zumindest nicht mit dem RMV. Traurig auch, dass das Videosignal nur die Bühnenleinwand speiste, nicht aber den Monitorwürfel in der Mitte. Mitnichten war er defekt. Die Werbespots in der Pause zwischen Vorgruppe und Gönemeyer wurden in 1A-Qualität wiedergegeben..!
Somit, trotz einer etwas kommischen Liedfolge, ein schöner Abend. Zwar nicht perfekt, aber wer im Anschluss immer noch oder gerade deswegen Grönemeyer-Lieder summend oder pfeifend am Bahnhof im Gedränge auf den Zug wartet, dem scheint es wohl gefallen zu haben.
Und durch einen Blick in den iTunes Store am heutigen Tag klärte sich der recht eigene Schluss. Mit dem Lied “Zur Nacht” entließ und Herbert in eben solche. Ein Stück seines aktuellen Albums, mir noch unbekannt. Bis gestern. Beziehungsweise eben. Hab’s Album gekauft. Sind meine ersten DRM-freien Stücke. Klasse, aktuell gibt es eine 12+12-Version des Albums. Darauf: Die 12 Lieder und zusätzlich 12 Kommentare zu den Liedern. Erstere habe ich während des Schreibens dieses Beitrags schon durch. Die Kommentare laufen nun…
Über unvorstellbare Hygiene-Zustände berichtet dieser Beitrag im FTD-Blog.