Seit gestern schnurrt Leopard auf meinem Mac. Irgendwann unter der Woche bestellt hat MacTrade arbeitnehmerfreundlich am Samstag geliefert, inklusiv dem bei MacTrade üblichen Gratis-Mac-T-Shirt (diesmal: »I’m a Mac!«). Seit gestern läuft mein System also unter Leopard. Dabei habe ich kein Update durchgeführt, sondern alles frisch installiert. Wollte keinen Ballast mitschleppen.
Mittlerweile ist das System auch fast wieder komplett eingerichtet. Auf ein paar Dinge muss ich allerdings noch warten: Statt iChat kommt wieder Adium zum Einsatz, weil Chax anscheinend noch nicht mit Leopard zusammenspielt und iChat so beim ICQen nur HTML-verseuchte Nachrichten verschickt. Trade Strategist ließ sich nicht wieder aktivieren. Supportanfrage ist schon raus. Und Xampp hat eben auch noch ein wenig rumgezickt, wobei das sicherlich nur eine Frage von Berechtigungen usw. ist.
Im Übrigen habe ich dem bislang auf meinen Macinstallationen eingesetzten uwimap-Server »tschüss« gesagt. Da ich keine Linux- oder Windowssysteme mehr im Einsatz habe, die auch auf meine E-Mails zugreifen können sollen, erübrigt sich der uwimap-Server. Ich kann also keine Auskunft darüber geben, ob das in der Vergangenheit von mir eingesetzte Postfix Enabler auch unter Leopard korrekt arbeitet.
Und wie ist sie nun, die neue Raubkatze? Schick. Und flott. Gerade Safari scheint einen Zahn zugelegt zu haben. Auch durch meine Fotos geht es einen Tick schneller. Das kann aber auch an der frischen Installation an sich liegen.
Apropos schnell. Hier patzt die Installationsroutine gewaltig. Macianer werden hier auf eine harte Probe gestellt. Schnell zum neuen Betriebssystem? Is’ nicht. Minutenlang wird die DVD auf Fehler überprüft. Kaum zu ertragen! Für Macianer die reinste Folter!
Dafür entschädigt Leopard danach. Wie von Mac bekannt gibt es keinerlei Probleme bei der Einrichtung von Netzwerk und Peripherie. WLAN wird sofort erkannt, nur Passwort muss noch eingegeben werden, Mac-Bluetooth-Tastatur, externe Festplatte usw. funktionieren ohne Zutun, EyeTV und Maus ebenso. Drucker und Scanner habe ich noch nicht ausprobiert.
Auch iTunes konnte mit der wieder untergeschobenen alten iTunes-Bibliothek weiter arbeiten. Allerdings wurde ein Rechner bei der Freischaltung abgezogen, wenn ich mich nicht irre.
Absolutes Highlight von Leopard ist für mich Time Machine. So machen Backups Spaß. Gerade wenn ich meine externe Festplatte anschaue und dort die vielen verschiedenen irgendwann mal getätigten Backups sehe, bei denen immer geprüft werden muss, welches davon nun das aktuellste ist. Allerdings, das habe ich auch schon festgestellt, sollte Time Machine evtl. erst nach der Einrichtung von Mac OS X samt Programmen und Daten eingeschaltet werden, da sich anfangs einige Dinge noch öfters ändern (iTunes-Bibliothek wird gescannt usw.), was jedes Mal (jede Stunde eines jeden Tages wird gesichert) ein Backup nach sich zieht. Das geht zwar dank FireWire auf der einen Seite flott, aber ob die interne Festplatte ausgelesen wird oder nicht merkt man bei anderen Tätigkeiten, gerade bei Installationen oder Kopiervorgängen, wie sie beim Einrichten des Systems stattfinden, schon.
Erfreulich an Time Machine finde ich, dass die Backups ganz normal via Finder auch angesehen werden können, es also keiner speziellen Software bedarf. Natürlich ist es über die Time Machine Funktionalität komfortabler. Ich meine ja nur für den Fall der Fälle. Andere Archivlösungen setzen z.B. auf eigengestrickte Archivlösungen. Da mal ohne die entsprechende Software etwas rauszuholen ist unmöglich.
Wie sich Time Machine dann in der Praxis bewährt, wird sich noch zeigen. Für’s erste sieht es gut aus. Habe schon einige Tests im Findermodus gemacht. Allerdings blieb Time Machine bei mir auch ein Mal hängen und zwar im Zusammenspiel mit Mail. Dies kann daran liegen, dass ich für einen gewissen Zeitraum den uwimap-Server auf meinem Linuxserver eingebunden hatte zwecks Übernahme meiner alten Mails. Leider habe ich keinen Ausweg mehr aus Time Machine gefunden, abbrechen funktionierte nicht mehr. Der Ausknopf erlöste mich. Naja. Mac OS X ist ja schnell wieder oben.

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