Archiv für Januar 2008

Winterpause ‘08

4 Januar 2008

Puh! Das Bloggen war aber auch anstrengend seit der Herbstpause! Deswegen: Winterpause! ;)

Nilpferd im Schnee

VMware Server und Converter im Einsatz

2 Januar 2008

Zwischen den Jahren hatte ich etwas Zeit zum Experimentieren. Stichwort: Servervirtualisierung. Konkret stellte ich mir folgende Aufgaben:

  • Einen Linux-Server (Web, Datenbank, Subversion) als virtuelle Maschine einzurichten, als Ersatz für einen vorhandenen Linux-Server

  • Windows-Arbeitsplatz-PCs (Windows XP, Windows 2000) in virtuelle Maschine umzuwandeln

Die Software

VMware.com bietet alles, was man braucht. Kostenlos. Zum einen VMware Server. Mit dieser Software bringt man die virtuellen Maschinen zum Laufen. Zum anderen VMware Converter. Hiermit lassen sich unter anderem “echte Rechner” in virtuelle Maschinen umwandeln.

Der Linux-Server

Installation

Die Installation eines Linux-Servers nutzte ich als Einstieg in die Virtualisierung mit VMware Server. Er soll zukünftig einen vorhandenen “echten” Linux-Server ersetzen. Nach Konfiguration einer Standardlinux-VM-Maschine (4GB Festplatte ohne Aufteilung in 2GB Dateien, bridged Netzwerk) band ich das runtergeladene Debian Netinst Image direkt als CD-Laufwerk ein und startete die Installation von Debian. Die Debian-Konfiguration lief reibungslos, die Installation ebenso. IP kam via DHCP, danach war der Weg frei um die Pakete aus dem I-Net zu fischen, im Anschluss wurde installiert. Neustart. Fertig. Danach folgte die Konfiguration des Webservers, Datenbankservers und der Crontab-Jobs. Test. Lief.

Soweit so gut. Was ich nicht bedacht hatte zeigte sich erst später beim Versuch eine Kopie der virtuellen Maschine auf ein externes Laufwerk zu kopieren. FAT32 formatiert weigerte sich dieses die 4GB-Dateien anzunehmen. Logisch! Schlagartig wurde mir bewusst, warum es da ein Häkchen gab VM-Maschinen in 2GB große Stückchen zu teilen. ;) Somit kam früher als erwartet der VMware Converter zum Einsatz.

Konvertierung der VMware Maschine

Wie zuvor bereits geschrieben machte ich bei der Konfiguration der VM-Maschine den Fehler das Häkchen, welches bewirkt, dass die VM-Maschine in Dateien mit einer maximalen Größe von 2GB aufgeteilt werden, vergessen hatte anzuklicken. Was nun? Neuinstallation? Nein. Hier ist VMware Converter in seinem Metier. Ich startete also VMware Converter, definierte die eben angefertigte 4GB-VM-Maschine als Quelle und eine neue VM-Maschine als Ziel, diesmal jedoch aktivierte ich das Häkchen. Ein paar Minuten später war die Konvertierung fertig. Kurzer Test im Anschluss. Lief.

Doch halt. Etwas fehlte. Das Netzwerk. Kein “eth0” in der ifconfig-Ausgabe. Nur local “lo” vorhanden. Irgendwie hatte das Konvertieren dem Netzwerk nicht gut getan.

Netzwerkkonfiguration nach Umzug

Nach ein wenig Googeln war ich schlauer. Für jede VM-Maschine vergibt VMware Server für die Netzwerkkarte eine MAC-Adresse. Beim Starten der neuen VM-Maschine wurde auch eine neue VMware Server-Konfigurationsdatei erstellt, mitsamt einer neuen von der vorherigen MAC-Adresse abweichenden MAC-Adresse. Jene war der Debian-Installation aber noch nicht bekannt. eth0 startete nicht. Nachdem ich die neue MAC-Adresse aus der neuen VMware Server Konfigurationsdatei ausgelesen und gemäß dieser Anleitung auf cogito ergo sum… der Debian Installation bekannt gemacht hatte, war alles wieder in Ordnung.

Umwandlung von Windows-Arbeitsplatz-PCs

Erst wenn sie irgendwann nicht mehr da sind merkt man, welch wichtige Aufgaben sie noch verrichteten. Der Windows-Taskmanager kann in dieser Hinsicht ganz schön mächtig sein. Mit fortgeschrittenem Alter der PCs wird die Sache schnell heikel. Lösung: Noch zu Lebzeiten eine Kopie in Form einer virtuellen Maschine ziehen. Mit VMware Converter.

Windows XP

Hm. Mittleres Problem. VMware Converter wollte erst gar nicht in die Gänge kommen. Zuerst probierte ich die Erstellung von einem Fremdsystem aus. Dann vom System selber auf eine Netzwerkplatte. Vom System selber auf eine lokale Platte. Nichts funktionierte. VMware Converter brach jedes mal bei etwa zwei Prozent mit dem Hinweis “Failed to take snapshot of a source volume. Possible Causes include not having any NTFS volumes on Windows XP or Windows 2003 source systems, and not having enough free disk space” ab. Schließlich ergoogelte ich diesen Forumsbeitrag. Danach war klar: Damit VMware Converter sauber funktioniert müssen zwei Dienste laufen: Volume Shadow Copy Service und MS Shadow Copy Service. Manuelles Starten der Dienste schlug bei mir fehl. Also probierte ich es mit der im Forumsbeitrag angesprochen Batchdatei. Beide Dienste starteten und VMware Converter lief sauber durch.

Im Anschluss ein Test des virtuellen Abbildes. Windows startet – mitsamt seinen negativen Eigenschaften. XP muss erneut aktiviert werden. ;)

Windows 2000

Großes Problem! Die unter “Windows XP” angesprochenen Dienste habe ich erst gar nicht gefunden. Kein Wunder, dass VMware Converter hier also ebenso bei zwei Prozent auf die Nase fiel. Bisher noch keine Lösung gefunden, habe aber auch noch nicht weiter danach geforscht. Vielleicht müssen die Dienste nur nachinstalliert werden?

Update

Mit dem VMWare Converter Version 3.0.3 build-89816 klappte die Erstellung einer VM unter Windows 2000. Allerdings erst im zweiten Versuch. Beim ersten stoppte das Programm bei 97% mit dem Hinweis, dass die Registrierung zu groß sei. Hier half bei mir ein Aufräumen der Registry mit z.B. CCleaner.

Fazit

Über kurz oder lang fliegen in der Firma wohl einige der alten Rechner raus. Zurück bleibt ihr virtuelles Abbild. Virtualisierung ist eine schicke Sache. Vor allem mit WMware Server. Sogar den Ruhezustand überlebt eine VM-Maschine. Nach Wiederaufwecken des Host-PCs läuft jene genauso weiter, wie der Host-PC selbst. Eigentlich selbstverständlich. Aber auch nur eigentlich. Man hat schon so vieles gesehen.