Archiv für Mai 2008

Time Machine im Praxistest

12 Mai 2008

Sicherungen sind wichtig. Doch was helfen einem Sicherungen, wenn man nicht weiß, wie man sie im Ernstfall richtig einsetzt? Apple hat in Mac OS X Leopard mit Time Maschine eine Datensicherungsfunktion eingebaut. Die werkelt, einmal eingerichtet, schön im Hintergrund. Heute habe ich den angesprochenen Ernstfall einmal durchgespielt.

Die Rücksicherung

Für die Rücksicherung benötigt man die Mac OS X Leopard-DVD und natürlich das Time Machine-Sicherungslaufwerk. Nachdem von DVD gebootet wurde kann über das Menü die Rücksicherung gestartet werden. Nun muss zum einen die Sicherung auf dem Sicherungslaufwerk ausgewählt werden (alle einzelnen Sicherungspunkte erscheinen) und zum anderen das Ziellaufwerk. Alle Daten auf dem Ziellaufwerk, darauf wird hingewiesen, gehen durch die Rücksicherung verloren. Vor der Rücksicherung könnte über das Menü auch das Festplattendienstprogramm gestartet werden, um zum Beispiel die Platte neu zu formatieren oder zu partitionieren. Gut zu wissen, wenn wirklich einmal die interne Platte gegen eine neue ausgetauscht werden müsste. Ist die Rücksicherung einmal gestartet, kann man sich zurücklehnen. In meiner Konfiguration laut Anzeige ca. 60 Minuten. (120GB HD intern, Sicherungslaufwerk: Iomega Ultramax 1024 über FIreWire angeschlossen)

Der erste Start nach der Sicherung

Positiv ist, dass das System startet. Auf den ersten Blick hat alles geklappt. Die Daten in den persönlichen Ordnern sind vorhanden. Es sähe gut aus, wären da nicht unschöne Fragezeichen im Dock, ein Ordner Namens “Applications” im Finder, der normalerweise unter der Bezeichnung “Programme” auftauchen sollte und würden nicht zwei Drittel aller Programme im Ordner “Applications” fehlen.

Ursache der nicht perfekten Rücksicherung

Es lief also nicht perfekt. Warum? Ein Blick in die Sicherungen auf dem Sicherungslaufwerk erklärt es. Die letzte Time Machine-Sicherung, die ich für die Rücksicherung auswählte, war nicht vollständig. In der letzten Sicherung taucht im Gegensatz zu der vorletzten der “Programme”-Ordner als “Applications” auf und zudem sind in jenem Ordner nur ein Drittel der installierten Programme enthalten, während die vorletzte Sicherung vollständig ist. Warum die letzte Sicherung nicht komplett war habe ich nicht weiter verfolgt.

Was nun?

Lösung 1: Die Rücksicherung einfach erneut starten, diesmal mit der vorletzten Sicherung.

Lösung 2: Manuell die Sache gerade ziehen, d.h. den “Applications”-Ordner wieder umbenennen, die fehlenden Programme nachinstallieren usw.

Entscheidung: Lösung 2.

Ordner “Programme” wiederbeleben

Programme unter Mac OS X werden grundsätzlich im Ordner “Applications” installiert. Der Ordner “Applications” erscheint jedoch, je nach Spracheinstellung, unter einer anderen Bezeichnung, wie zum Beispiel “Programme”. Diese Übersetzung schlägt, wie beschrieben, nach meiner Rücksicherung fehl. Warum? Mac OS X erkennt anhand einer Datei namens .localized, ob ein Ordner übersetzt werden muss. Die Datei “.localized” fehlt aber in meinem “Applications”-Ordner. Also Terminal auf, in den Ordner navigieren und die Datei via “touch .localized” (siehe macosxhints.ch) anlegen. Im Anschluss via “killall Finder” den Finder neu starten und siehe da, der Ordner “Programme” ist wieder da.

Programme nachinstallieren

Wie angesprochen sind in der letzten Datensicherung lediglich ein Drittel der eigentlich installierten Programme enthalten. In den Sicherungen davor sind sie jedoch komplett. Folglich habe ich die fehlenden Progamme einfach von der vorletzten Sicherung in den “Programme”-Ordner kopiert.

Fragezeichen im Dock

Dadurch, dass wie angesprochen nach der Rücksicherung nicht alle Programme zur Verfügung standen, konnten nicht alle Verknüpfungen im Dock aufgelöst weden. Alle Fragezeichen weisen auf ein fehlerhafte Verknüpfung hin. Nachdem die Programme im Punkt zuvor nachinstalliert wurden, sollte sich die Verknüpfung aber wieder heilen. Dem Dock muss hierbei nur etwas auf die Sprünge geholfen werden. Entweder durch einen Neustart oder einem “killall Dock” im Terminal und die Fragezeichen weichen den bekannten Icons.

Fazit

Hm. Ich überlege die ganze Zeit, ob mir Time Machine zwischendrin einmal mitgeteilt hatte, dass die letzte Sicherung nicht sauber gelaufen ist. Ich kann mich nicht mehr erinnern. Im Endeffekt muss man sagen, dass die Rücksicherung schnell geht und sofern auf eine intakte Sicherung zurückgegriffen wird sicherlich auch ohne weiteres Eingreifen funktioniert. Wie sich bei mir gezeigt hat, kann es aber auch zu Problemen kommen. Die waren zwar lösbar, aber… Schade, dass bei der Rücksicherung kein Hinweis eingeblendet wurde, dass die ausgewählte Sicherung evtl. keine kompletten Daten enthält.

Update

Mittlerweile habe ich mehrfach mein System via Time Maschine wieder zurückgesichert. Immer einwandfrei. Es gibt nichts Einfacheres. Möchte ich nicht mehr missen.

Bin übers Wochenende in Liberty City

2 Mai 2008

Erstmal vorweg: Das Wochenende ist gerettet. Aber es war ganz knapp! Ich sage nur »das letzte«! Als ich vorhin so wartete, bis der Karstadt-Mitarbeiter den Ratenkaufvertrag für den Kunden vor mir erstellt hatte und dabei lauschte, worüber sie sich unterhielten, war mir gar nicht wohl. Da fielen ganz hässliche Worte. Solche, die ein Kunde, der sich dazu aufgerafft hat mal ein Geschäft “in real life” aufzusuchen, gar nicht gern hört. Von “ausverkauft” und “Lager geräumt” war da die Rede. Als mein Blick auf den Artikel fiel, den der Kunde vor mir zur Kasse schleppte, war meine Stimmung fast auf dem Nullpunkt. Dorthin brachte sie dann vollends ein weiterer Kunde, der nach Besuchen bei Mediamarkt und Kaufhof (allerdings auf der Suche nach der XBOX-Version) in Karstadt nun die letzte Möglichkeit sah, das Wochenende noch zu retten. Das wären meine Alternativen gewesen! Schließlich schenkte mir der Karstadt-Mitarbeiter seine Aufmerksamkeit und ich stellte die für die Gestaltung des anstehenden Wochenendes überaus wichtige Frage: »Haben sie noch ein PlayStation 3GTA 4 – Bundle da?« – Bin weg.

Er sagte zum Abschied leise Servus

2 Mai 2008

Heute war es soweit. Der bereits durch die Beiträge »Sowas kommt immer gut« und »Sowas kommt immer gut! – Teil 2« bekannte Linuxrechner wurde heute in den Ruhestand geschickt. Nach 579 Tagen Uptime tippte ich schweren Herzens das ‘halt’-Kommando ein. Er verabschiedete sich mit einer letzten Netzwerkstatusmeldung, eh er verstummte.

Doch wir wollen an dieser Stelle nicht allzu lange trauern, wir wollen nach vorne schauen. Die Nachfolgemaschine ist die Tage auf einen ausgewachsenen Dell-Server umgezogen und hat heute übernommen. Bei ersten Tests des unter anderem auf dem Server laufenden Wikis zeigten sich die Benutzer begeistert von dem deutlichen Plus an Geschwindigkeit.